Wenn das Leben ein 2D-Jump’n’Run wäre…

Würde der Arbeitsweg so aussehen, wenn er mit dem „Super Mario Maker“ entstanden wäre?

Super Mario ist der Arbeitskollege, Sonic ein Kumpel aus dem Sportverein und Commander Keen der beste Freund des Sohnes – was wäre, wenn das Leben ein 2D Jump’n’Run wäre?

 

Nix da mit abwechslungsreichen Spotify-Playlists. Pro Stadtteil läuft nur noch ein instrumentales Stück in deinen Kopfhörern. Und das in Dauerschleife.

 

Blockiert eine Mülltonne den Fußweg, kannst du das seitliche Ausweichen vergessen. Da hilft nur noch ein kräftiger Sprung.

 

Google Maps kann dich mal. Verlaufen ist nicht mehr, denn für dich gibt es nur noch Luftlinie.

 

Stoppen ist nicht möglich, auch wenn auf dem Weg zur Arbeit eine zwei Meter breite Schlucht auf dich wartet. Ein ordentlicher Sprung und das Problem dürfte gelöst sein. Schaffst du den Sprung nicht, musst du deinen Arbeitsweg noch einmal vor vorne beginnen.

 

Das Versprechen „Ich beeile mich“ kannst du dir sparen. Du wirst nämlich nur noch in einer Geschwindigkeit laufen können.

 

Fehler sind erlaubt. Du hast ja mehrere Leben. Und sollten sie dir ausgehen, musst du nur genug Münzen sammeln, um neue zu erhalten.

 

Deine Lebenserwartung wird sich drastisch verringern. Selbst wenn du mit mehreren Anläufen das letzte Level deines Lebens erreichst, wird deine Zeit auf der Erde je nach Spiel nur wenige Stunden dauern.

 

Du wirst dir nie wieder im Unklaren über deine eigene Leistung sein. Statt auf das Jahresgespräch zu warten, bekommst du am Tagesende deine Punktezahl aufgelistet.

 

In der Regel triffst du nicht mehr auf Menschen, sondern auf komische Fantasiewesen, die dir ans Leder wollen. Je nachdem, was für ein Videospiel dein Leben ist, kannst du zur Selbstverteidigung auf die unliebsamen Zeitgenossen schießen oder springen.

 

Du kannst ausschließlich geradeaus laufen, siehst trotzdem nur, was wenige Meter vor dir passiert.

 

Lästiges Warten auf den Fahrstuhl kannst du vergessen. Einfach das Fenster öffnen und herunterspringen. Denn Höhen machen dir nichts mehr aus.

 

Längere Reisen sind kein Problem mehr. Einfach mit dem Finger auf einer Landkarte entlangfahren und an dem Ort stoppen, an dem du Zeit verbringen möchtest.

 

Die Welt erscheint dir viel bunter, besteht aber maximal aus 256 Farben.

 

So würde das Leben also aussehen, wenn es ein 2D-Jump’n’Run wäre. Habe ich etwas vergessen? Gibt es Punkte, die eurer Meinung nach ganz anders wären? Ich bin gespannt, was ihr zum Thema zu sagen habt!

 

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