Star Trek – die zehn besten Videospiele

Das wohl in allen Haushalten bekannte Science-Fiction-Franchise „Star Trek“ hat die Fernseh- und Kinolandschaft nachhaltig verändert. Doch auch auf anderen Bildschirmen trieben sich Kirk, Picard und Co. herum. Ich präsentiere euch meine zehn Lieblingsvideospiele aus dem legendären Universum der Klingonen, Borg und Romulaner.

 

Als 1966 die erste Folge der originalen „Star Trek“-TV-Show rund um Captain Kirk und seine Crew auf Sendung ging, konnte noch niemand absehen, was Serienschöpfer Gene Roddenberry damit lostrat. Bis heute wurden sechs Fernsehserien mit zusammen 30 Staffeln ausgestrahlt und innerhalb von 34 Jahren zwölf Kinofilme veröffentlicht. „Star Trek“ ist gewiss Kult, der, wenn er nicht die Welt verändert, sie zumindest geprägt hat. Und natürlich findet ein über die Jahre so erfolgreich gewordenes Franchise nicht nur in ein oder zwei Sparten der Unterhaltungsindustrie statt. Neben den unzähligen Büchern, Comics, Karten-, Rollen- und Gesellschaftsspielen, die auf den Abenteuern der Sternenflotten-Crews basieren, erschienen Dutzende Videospiele, die Trekkies in digitale Welten entführten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Bereits 1971 erblickte mit einem simpel „Star Trek“ benannten Text-Adventure das erste offizielle Spiel des Franchises das Licht des Elektronikfachhandels. Seitdem hat sich viel getan und eine vollständige Liste aller Spiele zu erstellen, ist fast unmöglich. Es gibt also jede Menge zu entdecken in den virtuellen Welten von „Star Trek“, weshalb ich euch nun meine zehn liebsten Videospiele vorstelle, die mich noch heute auf die Brücke der Enterprise zaubern könnten.

 

 

25th Anniversary (1992)

Anfang der Neunziger Jahre waren Point-&-Click-Adventures der heiße Scheiß auf dem Videospielemarkt. Ein Star-Trek-Game in Form dieses Genres war also mehr als logisch. In sieben für sich stehenden Kapiteln steuern wir ein Außenteam rund um Kirk, Spock und McCoy, schwingen den Phaser oder daddeln auf dem Tricorder herum. Das grandiose Alleinstellungsmerkmal sind aber die Sequenzen auf der Brücke der Enterprise, in denen wir Kontrolle über die Schiffssysteme von den Schilden bis zum Bordcomputer haben und – wenn nicht vermeidbar – gegen romulanische, klingonische oder Piratenschiffe kämpfen müssen.

 

Judgement Rites (1993)

Nach dem Erfolg von “25th Anniversary” – Mike Fahey erklärte das Spiel 2009 auf Kotaku zu einem der besten Games des Franchises – legten die Publisher und Entwickler von Interplay nach. „Judgement Rites“ ist der fulminante Nachfolger, der von der Technik bis zum Gameplay wenig anders macht und in seinen acht in sich abgeschlossenen Episoden den Look-&-Feel von „Star Trek: The Original Series“ perfekt einfängt.

 

Starfleet Academy – Starship Bridge Simulator (1994)

Der Name ist Programm: Dieser Simulator für das Super Nintendo und Sega 32X versetzt den Spieler in die Rolle eines Raumschiff-Captains der Sternenflotte zur Zeit der ersten sechs Kinofilme. Für damalige Zeit recht komplex und umfangreich ausgefallen, zählt dieses Spiel unter Fans – meiner Meinung nach ungerechtfertigter Weise – aber nicht zu den beliebtesten Titeln. Das von Interplay entwickelte und vertriebene Spiel basiert auf einer modifizierten „25th Anniversary“-Engine.

 

Deep Space Nine: Crossroads Of Time (1995)

Zwei Jahre nachdem “Deep Space Nine” auf Sendung ging, erschien das Action-Adventure “Crossroads Of Time” für den Super Nintendo und das Sega Genesis. Je nach Kapitel steuert man Sisko, Bashir, Kira oder Odo durch den Plattformer und löst neben Shooter-Passagen das eine oder andere Rätsel. Spielerisch zwar nicht die Krönung, dafür aber atmosphärisch der Serie absolut würdig.

 

Birth Of The Federation (1999)

Meiner Meinung nach das ultimative Spiel im Star-Trek-Universum, von dem ich mir einen zweiten Teil sehnsüchtig wünsche. Im Stile von Strategieklassikern wie „Alpha Centauri“ muss der Spieler eine von fünf Rassen (Föderation, Ferengi, Klingonen, Romulaner oder Cardassianer) zur mächtigsten im Universum machen. Mit „Birth Of The Federation“ bietet Entwickler MicroProse absoluten Fan-Service und sollte von jedem „The Next Generation“-Verfechter mit einer Vorliebe für „Civilization“ getestet werden.

 

Armada (2000)

“Armada” wurde nach “25th Anniversary” das bestverkaufte Star-Trek-Spiel aller Zeiten. Das Command-&-Conquer-artige Gameplay passt perfekt zu den spektakulären Raumschlachten, an denen von den Borg bis hin zum Dominion alle führenden Rassen des Universums beteiligt sind. Und genau diese Mischung aus allem, was Star Trek bis zum „Insurrection“-Film zu bieten hatte, macht „Armada“ neben seinen spielerischen Qualitäten zu einem großartigen Stück Software aus dem Hause Activision.

 

Invasion (2000)

Mit dem Weltraum-Shooter „Invasion“ feierte Star Trek sein Debüt auf der PlayStation. Und was für eines: „With a few minor exceptions, this game has all of the great presentation, in both visuals and audio to put it up there with the best of the Star Trek games. In fact, it is one of the best productions of any game on the system”, schrieb Douglass C. Perry von IGN. Ich kann mich dem nur anschließen und von den Voice Actors (Patrick Stewart und Michael Dorn), der überraschend ausgetüftelten Story rund um die für dieses Spiel geschaffenen Aliens Kam’Jahtae und dem an „Colony Wars“ erinnernden Gameplay beinahe alles an „Star Trek: Invasion“ loben.

 

Voyager: Elite Force (2000)

2000 konnten sich Videospieler nicht über einen Mangel an genretechnisch unterschiedlichen Spielen im Star-Trek-Universum beschweren. Activision schob ein Spiel nach dem anderen nach. Das absolute Highlight war der Ego-Shooter „Elite Force“, in dem der Spieler in die Rolle eines Mitglieds einer neuen Spezialeinheit auf der U.S.S. Voyager schlüpft und zig abwechslungsreiche Missionen bestreiten kann. Neben extra für das Game kreierten Spezies, trifft der Spieler auch auf Rassen wie die Borg, Hirogen oder Malon. 2003 erschien ein Nachfolger.

 

D-A-C (2009)

„D-A-C“ steht für „Deathmatch Assault Conquest“ und ist genau das. Ein recht simples Download-Spiel für Zwischendurch, in dem aus der Vogelperspektive die U.S.S. Enterprise aus dem Reboot-Film von 2009 manövriert und Feinde – wahlweise von menschlichen Gegenspielern gesteuert – beschossen werden müssen. Hat für ein paar Stunden ordentlich gebockt.

 

Star Trek (2013)

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das Action-Adventure „Star Trek“, das parallel zum Film “Into Darkness” erschien, eine typische Lizenzverwurstung, die mit einem großen Namen und weniger mit einem ausgetüftelten Gameplay überzeugt. Dennoch hat das Spiel von den „The Darkness 2“-Entwicklern seine unbestreitbaren Pluspunkte: Eine recht spannende Geschichte um die Weltraumechsen Gorn, im Couch-Coop steuerbare Figuren in Form von Kirk und Spock sowie eine wirklich dichte Atmosphäre, die jede Sekunde das Feeling des neugestarteten Star-Trek-Franchises atmet. Das Spiel gibt’s mittlerweile in den Wühlkisten für 12,99 Euro. Dort unbedingt mitnehmen!

 

Das waren meine zehn favorisierten „Star Trek“-Videospiele. Natürlich findet ihr auf like it is ‘93 noch weitere spannende Beiträge rund um das Science-Fiction-Franchise aus dem Hause Paramount Pictures. Ich empfehle euch die Listen mit meinen Lieblingsfolgen von Voyager, Deep Space Nine, TOS und Enterprise. Einen Text über meine ersten Berührungspunkte mit „Star Trek“ könnt ihr hier lesen.

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