Sting & Shaggy haben es getan – fünf weitere ungewöhnliche Kollabos

44/876: Sting & Shaggy machen gemeinsame Sache

Sting & Shaggy haben ein gemeinsames Album veröffentlicht. Diese zehn Musiker haben sich für noch ungewöhnlichere Kollaborationen zusammengetan.

 

Der Branchen-Blog „Music Industry How To“ fasste 2013 in einem Artikel zusammen, weshalb Musiker kollaborieren sollten: “You get in front of their fan base, they might get popular before you, the reputation it can give you.” Ob sich Sting und Shaggy genau das von ihrer gemeinsamen Platte “44/876” erhofft haben, ist fraglich. Vielleicht sind sie auch einfach nur gute Freunde, die ihre „Bromance“ auf Albumlänge ausleben wollten. Sicher ist hingegen, dass die Zusammenarbeit auf dem Papier ungewöhnlicher klingt als das entstandene Werk. „44/876“ ist Wohlfühlpop mit karibischem Einschlag. Doch was Sting und Shaggy können, können andere Musiker schon lange. Wir haben fünf ungewöhnliche Kollaborationen herausgesucht, die uns besonders gut in Erinnerung geblieben sind.

 

Robert Plant & Alison Krauss

Eigentlich stammen sie aus unterschiedlichen Welten: Als Sänger von Led Zeppelin schrieb Robert Plant mit „Whole Lotta Love“, „Immigrant Song“ und „Stairway to Heaven“ Rockstücke für die Ewigkeit. Alison Krauss fand als Sängerin, Violinistin und Fiddlespielerin in der Bluegrass-Szene ein Zuhause und veröffentlicht seit 1985 Musik, für die sie 27 Grammys erhielt. 2007 erschien die gemeinsame Platte „Raising Sand“, die von der Harmonie der Musiker lebt. Das Mojo Magazine schrieb entsprechend euphorisch: „The most remarkable collaboration since Norah Jones and the Foo Fighters is also one of the best albums of the year.”

 

 

St. Vincent & David Byrne

Als Anführer der Talking Heads prägte David Byrne die New-Wave-Bewegung in den siebziger Jahren maßgeblich mit. Multiinstrumentalistin Annie Clarke – wie St. Vincent mit bürgerlichem Namen heißt – kann auf eine nicht so lange Karriere zurückblicken, veröffentlichte mit „Marry Me“ aber immerhin 2007 die erste von fünf Soloplatten. Ihr gemeinsames Kollaborationsalbum erschien 2012 unter dem Namen „Love This Giant“ und fand vor allem in der musikalischen Tiefe seine Fans: „Love This Giant improves and deepens on each listen. Byrne and Clark have managed to not only meet but exceed expectations, and created one of the year’s smartest albums in doing so”, schrieb die BBC.

 

 

The Dillinger Escape Plan & Mike Patton

Nachdem Sänger Dimitri Minakakis 2001 The Dillinger Escape Plan verließ, musste schnell Ersatz her. Und der kam übergangsweise aus einer Ecke, mit der viele Fans nicht gerechnet hätten. Zusammen mit Mike Patton, der als Frontmann von Faith No More weltberühmt wurde, nahm die Band 2002 die EP „Irony Is A Dead Scene“ auf. „We sent Patton the songs and he said, ‚Hey if it’s something that I feel like I can do something over it makes sense, I’m down.‘ So we sent him those songs pretty done recording wise. And like two weeks later he came back with a demo of him doing vocals on it. It was that simple, really”, erklärte Gitarrist Ben Weinman im Podcast Metal Sucks. Auf dem Nachfolger “Miss Machine” übernahm Greg Puciato den Job.

 

 

B.B. King & Eric Clapton

B.B. King und Eric Clapton kamen zwar vorher schon für Kollaborationen zusammen, mit „Riding with the King“ weiteten sie ihre Zusammenarbeit 2000 aber erstmals auf Albumlänge aus. Clapton stellte die Studiomusiker und traf eine Auswahl für die Lieder. Denn das mit einem Grammy ausgezeichnete „Riding with the King“ ist weniger ein klassisches Album als vielmehr eine Kompilation mit neuen Aufnahmen alter Songs. Musikalisch profitierte vor allem Clapton von der Platte, der der Blues-Musik so nah wie noch nie kam.

 

 

Lou Reed & Metallica

“The album works neither as powerful rock music nor as an impressionistic soundtrack to a spoken narrative”, ließ Pitchfork 2011 kein gutes Haar an “Lulu” – der gemeinsamen Platte von Lou Reed und Metallica. Dabei schien das Konzept erst einmal interessant: Inspiriert von Frank Wedekinds Dramen “Erdgeist” und “Die Büchse der Pandora” schrieb Reed Sprechgesangstexte, die von Metallicas Improvisationen unterlegt wurden. Leichte Kost klingt anders. Besonders schade: „Lulu“ war das letzte Album, das Lou Reed vor seinem Tod 2013 fertigstellte.

 

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