Review: Vordul Mega – The Revolution of Yung Havoks

Das Vordul Mega kein unbeschriebenes Blatt in der Underground-Szene ist, muss niemanden mehr erklärt werden. Seit 1995 ist der aus Harlem stammende MC Mitglied des Künstlerkollektivs Atoms Family. 2001 brachte er zusammen mit Vast Aire als Cannibal Ox das hochgelobte Album „Cold Vein“ heraus. Eine Platte, die zu großen Teilen zum heutigen Status von Def Jux beitrug. Kurz gesagt: Der Mann hat schon einiges hinter sich.

 

Nun veröffentlicht er über Nature Sounds seine erste Soloplatte „The Revolution of Yung Havocs“. Wer den Sound von Cannibal Ox kennt, erwartet sicherlich auch von diesem Werk vermeintlich sperrige Soundgebilde. Diese Platte ist aber anders. Vordul, der sich von Comics inspirieren lässt, kommt mit ruhigem Rap und entspannten Beats um die Ecke. Die Instrumentals bestehen fast ausschließlich aus Sample-Loops, die es perfekt schaffen Vorduls dynamischen Flow hervorzuheben.

 

Besonders gut gelingt ihm das auf dem Opener „Neva Again“. Hier gesellen sich Streicher zu blechernen Drums. Der Rapper untermalt das Ganze mit seinen Geschichten, die zum Titel des Tracks „Niemals wieder“ passen. Weitere Highlights sind „Holla Ill“, das mit bedrohlichen Synthies anrollt, „Stay Up“ mit positiven Lyrics sowie „Blade“ mit einem genialen Vocal-Sample, das sich im Hintergrund hält.

 

Auf den 13 Tracks gibt es Features von C-Ray Walz, Karnage, Jean Grae und natürlich auch Vast Aire. Doch zum Glück lässt sich der gute Vordul Mega nicht von einer Schar Gast-MCs die halbe Arbeit machen. So ist mit „The Revolution of Yung Havocs“ ein gelungenes Album herausgekommen, das auch Hörern gefallen könnte, die mit experimentelleren Hip-Hop-Sounds sonst nichts anfangen können.

 

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