Review: Bushido – Nie wieder

Die zweite Singleauskopplung aus Bushidos Top-Ten-Album „Electro Ghetto“ ist draußen. Und für einige sicherlich überraschend haben sich die Verantwortlichen für da von DJ Desue produzierte „Nie wieder“ entschieden.

 

Der biografische Song geht mit Original und Instrumental Version an den Start. Als Zusatz erhält der kaufwillige Fan einen Bonustrack namens „Mein Cock“. Dieser ist ebenfalls in Original und Instrumental Version enthalten. Der Titelsong „Nie wieder“ dürfte selbst unaufmerksamen Viva-Plus-Guckern ein Begriff sein. Inhaltlich geht es um einiges mehr als bei der Vorgänger-Maxi „Electro Ghetto“, die eher ein Paukenschlag nach der Trennung von Aggro Berlin sein sollte. „Nie wieder möchte einen Einblick in Bushidos Welt geben und wirkt gerade dadurch erfrischender. Der Beat geht ins Ohr. Minimalistisch, aber trotzdem spektakulär, brettert sich die knackige Snare durch das Arrangement und drückt die Synthies perfekt an Bushidos Flow.

 

Den Bonustrack „Mein Cock“ könnte erst als Sido-Diss missverstanden werden, was aber nicht der Fall ist. Viel eher kann er es als eine Abrechnung mit dem Internet verstanden werden. Zusammen mit Ersguterjunge-Kumpane Baba Saad lässt sich Bushido mehr als genüsslich über die Forenkids und ihr Mütter aus („www deine Mutter Slash mein Cock“), geht auf Rap-Kollegen wie Torch und Raptile los und battlet alles vom Ökofritzen bis zum Möchtegern-Rapper. Das Instrumental stammt von Screwaholie P und passt in die Kategorie „theatralisch und groß“. Ein bedrohliches Streicher-Sample garniert mit knallenden Drums und einer nach vorne peitschenden HiHat ist prädestiniert, um perfekt darüber zu flowen. Leider begegnen sich der routinierte Bushido und der Newcomer Saad technisch nicht auf Augenhöhe.

 

Unterm Strich ist „Nie wieder“ eine durchschnittlich Maxi. Echte Fans wissen was sie bekommen, allen anderen wird das Album reichen.

 

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