Review: R.A. The Rugged Man – Die, Rugged Man, Die

Totgesagte leben länger. R.A. The Rugged Man haut sein Debütalbum „Die, Rugged Man, Die“ raus.

 

R. A. The Rugged Man ist zurück! Und was er mitbringt, ist schon fast eine Sensation. Nach all den Jahren hat er es endlich geschafft, sein Deübtalbum „Die Rugged Man Die!“ in die Läden zu bringen. Nach unzähligen Features, einer Single („Till My Heart Stops“) und einem Beitrag zum „Soundbombing 3“-Sampler ist R. A. trotzdem heiß wie ein Nachwuchskünstler.

 

Der Casanova der Musikindustrie

 

Doch wie gut ist „Die Rugged Man Die!“ wirklich? Was bietet uns der MC, der offiziell 1988 mit dem Reimen anfing, auf den 15 Tracks der Platte? Zuallererst wären seine kontroversen und verrückten Meinungen zu den unterschiedlichsten Themen zu nennen. So zieht er in „Casanova“ Revue über seine bisherige Karriere und lässt es sich nicht nehmen, den einen oder anderen ironisch Seitenhieb zu verteilen. „Brawl“ kommt ebenfalls großartig mit einem fast schon genialen Intro daher (schwer zu erklären, muss man gehört haben).

 

Weiter geht es mit dem Track „A Star Is Born“, das das gleiche Sample wie „Planet Rock“ verwurstet. Eine ebenfalls sehr wichtige Rolle scheint für R. A. die Hautfarbenfrage im Hip-Hop zu spielen. An mehreren Stellen verdeutlicht er, dass schwarz oder weiß sein nicht wichtig für guten Rap ist. In „Black and White“ wird das ganze Thema, gemeinsam mit Timbo King, in einem kompletten Track behandelt.

 

Ein versierter Battle-Rapper teilt aus

 

Für Hörer mit absurderem Humor hat der New Yorker auch etwas am Start. So erfahren wir in dem Skit „Pick My Gun Up“, wie sich der Rugged Man den perfekten Geschlechtsverkehr vorstellt. Und wer doch besser auf rohe Battle-Lyrics kann, wird ebenfalls auf seine Kosten kommen. Das R. A. ein versierter Battle-Rapper ist, muss niemandem mehr erklärt werden. Wer es trotzdem nicht glaubt, der soll in „Da’ Girlz, They Luv Me“ und „Chains“ reinhören.

 

Und so setzt sich ein Album zusammen, das sehr beeindruckend ist. Wenige Songs sind schlechter als Durchschnitt. Die meisten sind sogar kleine Hits, die Größeres reißen können. „Die, Rugged Man, Die“ ist tatsächlich beeindruckend. Damit bewirbt sich R.A.The Rugged Man für die oberen Ränge in der Hip-Hop-Welt.

 

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