Review: Kamiko

„Kamiko“ erschien am 27. April für die Nintendo Switch

„Kamiko“ ist eine Reminiszenz an Klassiker wie „Zelda: A Link to the Past“ und „Secret of Mana“. Reicht das, einen Download auf die Nintendo Switch zu rechtfertigen?

 

In „Kamiko“ kämpft sich der Spieler als titelgebende Priesterin durch eine von Dämonen bevölkerte Welt. Immer das Ziel vor Augen, die Tore zwischen den Welten zu öffnen. Als Hilfsmittel dient eine Waffe, die direkt von den Göttern stammt. Die zu Beginn und am Ende kurz angeschnittene Geschichte basiert auf dem Glauben des Shintoismus, der gemeinsam mit dem Buddhismus zur bedeutendsten Religion in Japan zählt. Doch die Story ist in „Kamiko“ nur Beiwerk. Im Mittelpunkt steht ein traditionelles Action-RPG-Gameplay im Geiste von „The Legend of Zelda: A Link to the Past“.

 

Ein zweiter oder gar dritter Spieldurchgang ist drin

 

Die Spielfigur wird aus der Vogelperspektive in vertikaler und horizontaler Richtung gesteuert. Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Charaktere, die sich durch ihre Waffen und ihr Aussehen unterscheiden. Dabei spielt es sich je nach Auswahl von Bogen, Schwert oder einer Art Bumerang sehr unterschiedlich, was einen zweiten oder gar dritten Durchgang absolut rechtfertigt. Dutzende unterschiedliche Gegnertypen müssen besiegt werden, die bei einer Rückkehr in einen bereits besuchten Abschnitt immer wieder aufs Neue auftauchen.

 

Kamiko kämpft mit Schwert, Bogen oder Bumerang gegen ihre Gegner

 

Neben den einfach zu meisternden Kämpfen fordert „Kamiko“ auch durch Schiebe-, Schalter- und Schlüsselrätsel sowie kleinere Geschicklichkeitspassagen. Hierfür muss der Spieler die Levels sorgfältig erkunden und mit der Sprinttaste gut umgehen können. Ist dies nicht der Fall, kann es schon einmal passieren, dass eine gerade erst erschienene Brücke unter den Füßen verschwindet und die Figur in den virtuellen Tod stürzt. Das Spiel setzt jedoch selbstständig Speicherpunkte, weshalb häufige Bildschirmtode nicht allzu frustrierend ausfallen.

 

Bewusst auf „Retro“ getrimmt

 

Am Ende jedes Levels warten größere Gegner auf den Spieler. Abgesehen vom finalen Boss sind diese verhältnismäßig schnell zu bezwingen. Die Muster ihrer Angriffe unterscheiden sich voneinander, weshalb für Abwechslung gesorgt ist. Die bewusst auf „Retro“ getrimmte 16-Bit-Musik befeuert die einnehmende Stimmung dieser Auseinandersetzungen zusätzlich. Dank eines simplen Upgrade-Systems, das beispielsweise die Vergrößerung des Lebensbalkens ermöglicht, erhält „Kamiko“ einen Hauch von spielerischer Tiefe.

 

am Ende jedes Levels wartet ein Endgegner auf den Spieler

 

„Kamiko“ bietet sich gerade für Speed-Runs und Highscore-Jagden an. Denn je nach Fähigkeit des Spielers werden für die vier Levels ein bis zwei Stunden benötigt. Das ist nicht besonders viel, rechtfertigt aber den niedrigen Preis von 4,99 Euro. Bei der (noch) geringen Spieleauswahl auf der Nintendo Switch, lohnt sich der Exklusivtitel also allemal. „Kamiko“ erschien am 27. April 2017 und ist eine Gemeinschaftsproduktion der Studios Skipmore und Flyhigh Works, die in der Vergangenheit unter anderem am Handheld-RPG „Fairune“ gearbeitet haben.

 

2 Comments

  1. sieht sehr süß aus 🙂

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