One DJ & One MC: Die besten Hip-Hop-Duos aller Zeiten (Teil 2)

one DJ & one MC

One DJ & One MC: Produzent und Discjockey Eric B. und Rapper Rakim sind HipHop-Legenden

Ein DJ und ein MC reichen, um die Party ins Rollen zu bringen. Im zweiten Teil der Reihe „One DJ & One MC“ stellen wir vier weitere Hip-Hop-Duos vor.

 

Ein halbes Jahrhundert hat Hip-Hop mittlerweile auf dem Buckel. Unzählige Zweierteams bestehend aus einem Rapper und einem DJ/Beatbaslter – hat die (Jugend-)Kultur in dieser Zeit hervorgebracht. Nachdem im ersten Teil Gang Starr, Kool G Rap & DJ Polo, The High & Mighty und Blackalicious im Fokus standen, geht es nun in die zweite Runde unserer Reihe „One DJ & One MC“. Dabei beschränken wir uns nicht auf eine Epoche, einen Stil oder einen Herkunftsort. Von 1987 bis heute, von Boombap bis Pop-Rap, von New York bis Los Angeles – alle Geschmäcker kommen auf ihre Kosten.

 

DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince

Heute gehört Will Smith zum Blockbuster-Kino wie Popcorn in die Ritzen der Kinosessel. Doch die Karriere des Schauspielers begann bereits 1985 an der Seite von Jeffrey Townes. Gemeinsam gründeten sie das Hip-Hop-Gespann DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince. Jeffrey übernahm die Aufgabe des Discjockeys und Beatbauers, Will Smith ging als Fresh Prince in der Rolle des MCs auf. Das Duo veröffentlichte bis 1993 fünf Alben, auf denen sie nicht gegnerische Gangs, sondern Mike Tyson im Traum boxten.

 

Mitte der Neunziger trennten sich die Wege der Musiker. Der Fresh Prince startete mit der Sitcom „Der Prinz von Bel Air“ eine erfolgreiche Schauspielkarriere. Parallel startete er eine musikalische Solokarriere, die in zig Platinplatten gipfelte. Jazzy Jeff blieb der Musik ebenfalls treu und punktete vor allem mit den Alben „The Magnificent“ von 2002 und „The Return of the Magnificent“ von 2007.

 

Bestes Album: „He’s the DJ, I’m the Rapper“ (1988)
Bester Song: „Parents Just Don’t Understand“ (1988)

 

 

Eric B. & Rakim

Das New Yorker Duo Eric B. & Rakim brachte zwischen 1986 und 1993 vier Alben heraus, die in jede Hip-Hop-Plattensammlung gehören. Rakims Einfluss auf den modernen Rap ist gigantisch. Er führte einen Stil ein, der über die simplen Kinderreime damaliger Rapper hinausging. Hinzu kamen seine markante Stimme und sein entspannter Flow, der auf starke Betonungen verzichtete.

 

In Kombination mit Erics samplebasierten und staubtrockenen Beats ergab das ein Soundbild, das so gefährlich wie cool klang. Nach der Trennung versuchten sie sich als Solokünstler. Das scheiterte jedoch an schlechten Plattenverkäufen, Rechtsstreits und häufigen Labelwechseln. 2016 verkündeten Eric B. & Rakim ihre eine Reunion und gingen anschließend auf Tour.

 

Bestes Album: „Paid in Full“ (1987)
Bester Song: „Follow the Leader“ (1988)

 

 

Macklemore & Ryan Lewis

Macklemore & Ryan Lewis kamen 2009 zusammen und gehören damit zu den jüngeren Gruppen dieser Serie. 2012 erschien ihr Debütalbum „The Heist“, das sich in den USA fast 1,5 Millionen Mal verkaufte. Der Nachfolger „This Unruly Mess I’ve Made“ von 2016 konnte mit knapp 400.000 verkauften Einheiten nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Dennoch gehört das Duo nach wie vor zu den erfolgreichsten Popmusikern der Welt. Trotz ihrer massentauglichen Ausrichtung fühlen sich Macklemore & Ryan Lewis dem Hip-Hop tief verbunden. Auf ihrer Single „Downtown“ featurten sie beispielsweise die Hip-Hop-Legenden Melle Mel, Kool Moe Dee und Grandmaster Caz.

 

Bestes Album: „The Heist“ (2012)
Bester Song: „Same Love“ (2012)

 

 

Blu & Exile

Aloe Blacc stellte die Musiker 2005 einander vor. Es funkte sofort. Als 2007 mit “Below The Heavens” das Debütalbum von Blu & Exile erschien, waren Hörer_innen und Presse gleichermaßen angetan: “With a start like ‘Below The Heavens’, there shouldn’t be much surprise if they ended up amongst Hip-Hop’s Olympus eventually”, schrieb Adam Thomas von AllHipHop.com. Trotzdem musste sich die schnell gewachsene Anhängerschaft gedulden. Der Nachfolger „Give Me My Flowers While I Can Still Smell Them“ erschien erst 2012. Danach ließ sich das Duo allerdings noch mehr Zeit. Das 95-minütige Meisterwerk „Miles: From An Interlude Called Life“ erschien erst im Juli 2020.

 

Bestes Album: „Below the Heaven“ (2007)
Bester Song: „So(ul)Amazing“ (2007)

 

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