Halbzeit 2018 – Die bisher besten Alben

serpentwithfeet hat die Hörer begeistert – wo taucht er in unserer bisherigen Jahresbestenliste auf?

Den Quatsch machen wir nicht nur am Jahresende, nein, Mitte des Jahres muss es auch sein. Das ist unsere Top 20 mit den bisher besten Alben des Jahres.

 

Fünfzig Prozent haben wir geschafft. Ein halbes Jahr steht uns noch bevor. Eine verdammt lange Zeit. Wenn es musikalisch jedoch so gut wie in der ersten Jahreshälfte läuft, dann müssen wir uns keine Sorgen machen. Im Gegenteil, dann können wir uns sogar freuen. Denn Tocotronic überzeugten in den ersten sechs Monaten von 2018 mit dem biografischen Album „Die Unendlichkeit“, Glassjaw kehrten mit dem Kracher „Material Control“ zurück und Sam Vance-Law veröffentlichte sein queeres Meisterwerk „Homotopia“. Die zwanzig (bisher) besten Alben des Jahres haben wir in einer Top 20 zusammengefasst.

 

Platz 20: Black Milk “Fever”

Den Zeitgeist befeuern, dafür sind andere da. Black Milk konzentriert sich mit „Fever“ auf Musikalität und durchdachte Inhalte. Rückständig fällt seine Musik deshalb noch lange nicht aus. Zeitlos passt hingegen besser.

 

Platz 19: Turnstile “Time & Space”

“Wer auf ‚Time & Space‘ mit einem rücksichtslosen Abriss rechnet, wird enttäuscht. Turnstile gehen auf ihrem zweiten Album zwar so feinfühlig wie mit einem Schlagbohrer vor, doch die Hardcore-Band beweist auf den 25 Minuten, dass sie auch anders kann.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 18: serpentwithfeet “soil”

“Textlich liefert er einfache und vor allem nachvollziehbare Gefühle. Musikalisch fällt ‚soil‘ hingegen deutlich komplexer aus. Ob das butterweiche ‚whisper‘ oder das bedrohlich rollende ‚cherubim‘ – die Songstrukturen sind teilweise so ausgefuchst, dass die Musik meilenweit an eingängigem Pop vorbeischliddert.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 17: Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? “Jazzbelle 1984/1988”

„Statt coolem Gitarrensound, der nur in runtergerockter Lederjacke funktioniert, spielen sich die drei Finnen auf dem Album ‚Jazzbelle 1984/1988‘ von einem Poporgasmus zum nächsten.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 16: Haiyti “Montenegro Zero”

“‘Montenegro Zero‘ ist so gelungen wie erwartbar. Nach unzähligen Veröffentlichungen, die gefühlt im Monatstakt erschienen sind, ist es möglicherweise zu viel verlangt, jedes Mal ein neues Rad zu erwarten.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 15: XXXTentacion “?”

„Der Aufbau der Veröffentlichung schlägt in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger ‚17‘: Stücke, die selten die drei-Minuten-Marke überschreiten, reihen sich wundertütenartig aneinander.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 14: Glassjaw “Material Control”

„Nichts auf ‚Material Control‘ ist einfache Kost. Eine dichte Atmosphäre und eine ständig mitschwingende Schwere lassen die Platte wie aus einem Guss erscheinen, machen es aber auch schwer, sie sofort zu erfassen.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 13: Ty Segall “Freedom’s Goblin”

„Ty Segalls kreative Schaffenskraft während der Arbeit am zehnten Studioalbum ‚Freedom’s Goblin‘ muss unerschöpflich gewesen sein. Anders lassen sich die 75 Minuten, die mit unzähligen Ideen vollgestopft sind, nicht erklären.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 12: Tune-Yards “I Can Feel You Creep Into My Private Life”

“‘I Can Fell You Creep Into My Private Life‘ von Tune-Yards macht es den Hörern leicht, die inhaltliche Tiefe auszublenden. Denn so tanzbar war reflektierte und sozialkritische Musik schon lange nicht mehr.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 11: MGMT “Little Dark Age”

„‘Little Dark Age‘ fordert zwar durch düstere Texte und aufeinandergestapelte Soundschichten heraus, auf Stücken wie ‚Me and Michael‘, ‚Tslamp‘ oder ‚She Works Out Too Much‘ klingen sie dennoch wie ein Discoabend, der in Brooklyn und Ostenwalde gleichermaßen funktioniert.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 10: Parkway Drive “Reverence”

„Parkway Drive öffnen ihren Sound weiter Richtung Heavy Metal, um die Mischung aus Gesang, Gesprochenem und Gegrunze endgültig zu einem unwiderstehlichen Spektakel zu vermischen.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 9: Tiny Moving Parts “Swell”

“Tiny Moving Parts graben auch auf Album Nummer Drei ganz tief in der Gefühlskiste. Dabei ist ‚Swell‘ immer noch lupenreiner Emo-Punk, der im Vergleich zum Vorgänger ‚Celebrate‘ etwas aggressiver ausgefallen ist.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 8: Nipsey Hussle “Victory Lap”

„‘Victory Lap‘ lebt von Nipsey Hussles druckvoller Stimme und der Melange aus modernen und klassischen Hip-Hop-Sounds.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 7: Arctic Monkeys “Tranquility Base Hotel & Casino”

„Die Arctic Monkeys haben die Indie-Disko verlassen! Fünf Jahre nach ihrem letzten Album „AM“ wirkt ‚Tranquility Base Hotel & Casino‘ wie die erwachsene Version einer Band, die nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden möchte.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 6: Post Malone “beerbongs & bentleys”

„Die 18 Tracks sind per se keine Hits, schleichen sich aber von Hördurchgang zu Hördurchgang an, um plötzlich durch die Hintertür hereinzuplatzen.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 5: A Perfect Circle “Eat The Elephant”

„‘Eat The Elephant‘ benötigt Zeit, um sich vollständig zu entfalten. Ist das geschehen, gibt es kein Zurück mehr für Soundästheten, die ihre Musik wie eine Zwiebel schälen möchten.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 4: Hop Along „Bark Your Head Off, Dog“

“Neun kurzweilige Alternative-Stücke, die von eingängigen Melodien, dem Einsatz von Streichern und Frances Quinlans charismatischer Stimme leben.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 3: Rejjie Snow “Dear Annie”

“Auf eine Spielzeit von einer Stunde wagt sich der Rapper und Sänger an Funk, Pop und französische Chansons heran.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 2: Sam Vance-Law “Homotopia”

“Auf den zehn Stücken von ‚Homotopia‘ erzählt Sam Vance-Law mit bewundernswerter Offenheit seine Geschichte als schwuler Mann.“ Zur Kurz-Review

 

Platz 1: Tocotronic “Die Unendlichkeit”

„‘Die Unendlichkeit‘ ist eine biografische Platte und bringt entsprechend Themen auf den Tisch, die im Tocotronic-Kontext schon vor 25 Jahren funktioniert hätten.“ Zur Kurz-Review

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