Dundee: Kein Trailer für einen Film, sondern für ein Land

1986 spielte Paul Hogan erstmals Crocodile Dundee

Mit „Dundee“ kehrt ein australischer Nationalheld zurück. Okay, es ist nur sein Sohn und der Film nur ein als Trailer getarnter Werbespot.

 

Als „Crocodile Dundee“ 1986 in die Kinos kam, löste der Film einen regelrechten Australien-Hype aus. Bei einem Budget von knapp neun Millionen spielte er 328 Millionen Dollar ein. Und auch wenn viele Kritiker in dem Film eine plumpe und unkultivierte Darstellung Australiens sahen, wirkte sich „Crocodile Dundee“ positiv auf die Einnahmen der Tourismusbranche aus. Ein Effekt, der schon nach einer Werbekampagne mit Dundee-Darsteller Paul Hogan im Jahre 1984 beobachtet werden konnte. Denn zwischen 1984 und 1990 stiegen die Urlaubsanträge aus den USA um 54 Prozent. 1988 folgte mit „Crocodile Dundee 2“ dementsprechend ein zweiter Film mit Hogan.

 

Diesen Erfolg möchte Australien nun wiederholen und griff dafür ganz tief in die eigene Popkulturtasche. Am 19. Januar 2018 ging ein Teaser-Trailer online, der für einen Reboot von „Crocodile Dundee“ warb: „Dundee: The Son Of A Legend Returns Home“. Die Ankündigung, die aus dem nichts zu kommen schien, sah unterhaltsam, aber auch merkwürdig aus. Denn weder ein Regisseur noch ein Produzent waren zu diesem Zeitpunkt bekannt. Zehn Tage später folgte der nächste Trailer und kurz darauf die Gewissheit, dass es sich um einen Werbespot für die australische Tourismusbranche handelt.

 

Der vermeintliche Trailer stellt den Cast vor. Mit Chris Hemsworth, Hugh Jackman, Margot Robbie, Russell Crowe, Isla Fisher, Ruby Rose, Liam Hemsworth, Jessica Mauboy und Luke Bracey sind darin die derzeit namhaftesten Schauspieler Australiens zu sehen. Dazwischen ein maulstarker aber flapsiger Danny McBride, der im Outback verlorengeht und seinem berühmten Vater Michael „Crocodile“ Dundee so gar nicht ähnlich zu sein scheint. Das ist so spaßig, dass Forderungen aufkamen, einen tatsächlichen Film daraus zu machen. Ob wir „Dundee“ jemals sehen werden, ist fraglich. Eine gestartete Petition steht momentan bei nur 2.407 Unterzeichnern.

 

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