Kevin Can Wait: Die Fortsetzung von „King of Queens“?!

 

Ist Kevin James in seiner Rolle als Doug Heffernan zurück? Warum sich die Sitcom „Kevin Can Wait“ wie ein Spin-Off zu „King of Queens“ anfühlt!

 

Als “King of Queens” 2007 nach neun Staffeln und 207 Episoden eingestellt wurde, blieb Kevin James mit mittelmäßigen Komödien im Gespräch. „Kindsköpfe“, „Der Kaufhaus Cop“, „Der Zoowärter“, „Das Schwergewicht“ – die Liste mit austauschbaren Streifen ist länger als Doug Heffernans Ausredenrepertoire, um nicht Zeit mit Arthur verbringen zu müssen. Das ist schade, denn in seiner Paraderolle als IPS-Paketauslieferer hat Kevin James bewiesen, dass er sehr wohl in der Lage ist, Comedy-Gold zu produzieren. Seine neue Sitcom „Kevin Can Wait“ soll die letzten zehn Jahre vergessen machen, denn James kehrt in seiner bekanntesten Rolle zurück. Statt „Doug Heffernan“ heißt er jetzt zwar „Kevin Gable“, sonst ist aber alles wie gehabt.

 

Was Jahre später geschah

 

„Kevin Can Wait“ fühlt sich wie ein Ableger an, der viele Jahre nach „King of Queens“ spielt. Arthur lebt nicht mehr, dafür hat Kevin mittlerweile drei Kinder. Statt mit einem Schwiegervater im Keller muss er sich mit einem Schwiegersohn in der Garage herumärgern. Seine hübsche aber taffe Ehefrau gibt kontra und fordert ihn heraus. Heißt es jedoch, aufdringliche Nachbarn abzuwimmeln, werden sie zu einem unschlagbaren Team. Und jetzt alle zusammen: „DOUG & CARRIE, DOUG & CARRIE…“ Auch der Freundeskreis ist eine eingeschworene Gruppe. Statt aus Deacon, Spence und Richie besteht sie aus Goody, Duffy und Mott. Sogar Gary „Danny Heffernan“ Valentine spielt als Bruder Kyle erneut ein Familienmitglied.

 

„King of Queens“ identifizierte sich sehr stark mit seinem Schauplatz New York City. Der Lokalpatriotismus bleibt, denn auch „Kevin Can Wait“ kommt nicht umhin, immer wieder den eigenen Standort Massapequa im Bundesstaat New York zu erwähnen. Der Stadtkern von Massapequa liegt eine halbe Autostunde von Queens entfernt. Es fühlt sich beinahe an, als hätten sich die Heffernans nach der Geburt der Kinder dazu entschieden, ein größeres Haus in einer ruhigeren und günstigeren Gegend zu beziehen. Kevin trägt bevorzugt „Massapequa“-, „Long Island“- und „Nassau County“-T-Shirts, damit auch der letzte Zuschauer merkt, wo die Serie spielt.

 

Billy Joel statt Eddie Money

 

Kevin besitzt die gleichen Charakterzüge wie Doug. Beide sind sich nicht für eine Lüge zu schade, wenn sie dadurch an ihr Ziel kommen. Wenn Kevin seinen Hochzeitstag vergisst, erfindet er eine Geschichte, in der er dem Tod nur knapp entgangen ist. Doug würde es nicht anders machen. Identisch ist ihr Musikgeschmack zwar nicht, aber mit Billy Joel kann Kevin gegenüber Dougs Vorliebe für Eddie Money ebenfalls einen Lieblingssänger vorweisen. Wenig verwunderlich ist es, dass beide keine Kostverächter sind. Pizza, Käse, Burger und Bier stehen in jeder Folge auf dem Speiseplan. Sicherlich auch hinter der Kamera. Und da durften sich Adam Sandler und Ray Romano ebenfalls bedienen, die – wie schon in „King of Queens“ – wichtige Gastauftritte haben.

 

Wer „King of Queens“ immer noch hinterhertrauert, wird um „Kevin Can Wait“ kaum herumkommen. Natürlich fühlen sich die neuen Figuren längst noch nicht so vertraut wie Carrie, Arthur, Spence oder Holly an, eine echte Chance haben sie aber verdient. Und spätestens, wenn Kevin in der Episode „The Power of Positive Drinking“ einen Job als Barkeeper annimmt und seine Kundschaft mit dümmlichen Kalendersprüchen berät, blitzt der „King of Queens“-Humor in all seiner Herrlichkeit durch. 18 von 24 Folgen der ersten Staffel wurden in den USA bisher ausgestrahlt. In Deutschland zeigt Amazon Prime Video seit dem 20. Dezember 2016 jeden Dienstag eine neue Episode.

 

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