10 N.W.A.-Songs, die ihr hören müsst

n.w.a.

N.W.A. 1988: Noch zu sechst guckt die Gangsta-Rap-Crew böse in die Kamera.

Seit „Straight Outta Compton“ von F. Gary Gray redet die Welt wieder über N.W.A. Zehn Lieder der legendären Gangsta-Rap-Crew, die ihr unbedingt hören müsst, stellen wir euch in dieser Liste vor.

 

Eazy-E, Dr. Dre, MC Ren, Ice Cube und DJ Yella waren N.W.A.: The World’s Most Dangerous Group, Gangsta-Rap-Ikonen und Staatsfeinde Nummer 1. 2015 bekamen sie mit F. Gary Grays Biopic „Straight Outta Compton“ ein filmisches Denkmal gesetzt, das einen Rekord nach dem anderen gebrochen hat.

 

33 Jahre sind seit Erscheinen ihres Meisterwerks „Straight Outta Compton“ vergangen. Noch immer dient die Platte als Beweis dafür, dass N.W.A. Musik mit inhaltlicher Substanz und musikalischen Innovationen geschaffen haben. Mit dieser Liste möchten wir daran erinnern. Das Best-Of enthält auch Solo-Songs, die in die Zeit von N.W.A. fallen.

 

“Boyz-N-The-Hood” by Eazy-E

(vom Album “N.W.A. And The Posse”, 1987)
Eazy-Es erster Rap-Versuch und gleich ein Hit. Angeblich soll er derartige Probleme bei den Aufnahmen gehabt haben, dass sich die Recording-Session über zwei Tage zog.
Bester Moment: Der Break im ersten Part, der mit den legendären Zeilen „Cruisin‘ down the street in my 6-4“ gefüllt wird.

 

“Straight Outta Compton” by N.W.A.

(vom Album “Straight Outta Compton”, 1988)
Der ultimative N.W.A.-Song, der in guter alter Hip-Hop-Manier das Anliegen der Gruppe repräsentiert. Schnörkellos, hart und laut: „You are now about to witness the strength of street knowledge!”
Bester Moment: Wenn Ice Cube gleich zu Beginn die Fronten klärt und sich selbst als „crazy motherfucker” bezeichnet.

 

 

“Fuck Tha Police” by N.W.A.

(vom Album “Straight Outta Compton”, 1988)
Der Titel ist Programm: „Fuck Tha Police“ gilt wohl als einflussreichstes N.W.A.-Lied. Durch den Song wurde sogar das FBI auf die Gruppe aufmerksam.
Bester Moment: Die Hörspielszenen nach den Refrains, in denen die Bandmitglieder erst unter der Willkür der Polizei leiden und dann den Spieß umdrehen.

 

“Express Yourself” by N.W.A.

(vom Album “Straight Outta Compton”, 1988)
Der Pop-Song unter den N.W.A.-Songs. Die Rapper bestehen in blumiger Sprache auf ihre Meinungsfreiheit. Dabei werden sie von einem prägnanten Sample von Eazy-Es Onkel Charles Wright und dessen The Watts 103rd Street Rhythm Band unterstützt.
Bester Moment: Wenn Dr. Dre nein zu Drogen sagt: “I still express, yo I don’t smoke weed or sess / Cause it’s known to give a brother brain damage”.

 

 

„The Nigga Ya Love To Hate“ by Ice Cube

(vom Album “AmeriKKKa’s Most Wanted”, 1990)
Nachdem Ice Cube N.W.A. im Streit verließ, veröffentlichte er ein vom Bomb Squad produziertes Soloalbum. Mit der Platte wollte er zeigen, dass er der talentierteste Songschreiber der Gruppe war. „The Nigga Ya Love To Hate“ ist der entsprechend angemessene Opener, in dem Ice Cube wie der Stier vor’m roten Tuch schnauft und den aufgestauten Frust herausspuckt.
Bester Moment: Ice Cubes dermaßen energiegeladener Befreiungsschlag gleich zu Beginn: „I heard payback’s a motherfucking nigga / That’s why I’m sick of getting treated like a goddamn stepchild / Fuck a punk cause I ain’t him”.

 

„100 Miles And Runnin‘“ by N.W.A.

(von der EP “100 Miles And Runnin’”, 1990)
Ein zweisekündiges Gitarrensample von Funkadelic reicht, um aus dem Instrumental von „100 Miles And Runnin‘“ einen aufgescheuchten Straßenköter zu machen, der die Rapper durch das Lied treibt. Und die stolpern beim Rennen nicht, sondern treten dem anspruchsvollen Beat mit der erforderlichen Aggressivität entgegen.
Bester Moment: Wie Dr. Dre die Power in seiner Stimme immer weiter steigert und den Part dann mit dem Gang-Shout „So fuck the P-O-L-I-C-E!“ beendet.

 

„No Vaseline“ by Ice Cube

(vom Album “Death Certificate”, 1991)
Nachdem Ice Cube mehrfach von seinen ehemaligen Bandkollegen gedisst wurde, platzte ihm der Kragen. Sein zweites Album enthielt den kontroversen Track „No Vaseline“. Darin nimmt er N.W.A. und allen voran deren Manager Jerry Heller auseinander. Wegen bescheuerten Zeilen über das Verhältnis zwischen Eazy und Heller geriet er in Kritik: „It’s a case of divide and conquer, ‚cause you let a Jew break up my crew”.
Bester Moment: Ice Cube kommentiert Eazy-Es Dinner mit George H.W. Bush, indem er den dritten Part mit dem Satz „I never have dinner with the president“ beginnt. Mehr braucht es nicht.

 

“Fuck Wit Dre Day (And Everybody’s Celebratin‘)” by Dr. Dre

(vom Album “The Chronic”, 1993)
Diss-Tracks gehören einfach zur Diskografie von N.W.A. Selbstverständlich richtete sich auch Dr. Dre auf dem Solodebüt „The Chronic“ an seine ehemaligen Kollegen. „Fuck Wit Dre Day“ ist eine saucoole G-Funk-Hymne mit ordentlich Bass und – dank Snoop Dogg – jeder Menge Zeilen zum Mitrappen.
Bester Moment: Die “We Want Eazy”-Verhohnepipelung nach Dres erstem Part und Snoop Doggs anschließende „Death Row is in the motherfucking house“-Ansage.

 

„Real Muthaphuckkin G’s“ by Eazy-E

(von der EP “It’s On (Dr. Dre) 187um Killa”, 1993)
Nach dem Ende von N.W.A. veröffentlichte Eazy-E eine EP, auf der in jedem der acht Stücke Dr. Dre weniger wohlwollend erwähnt wird. Der auf der Platte enthaltene Diss-Track „Real Muthaphukkin G’s“ ist zwar weniger on point als Ice Cubes „No Vaseline“, doch so brandgefährlich kann nur Eazy-E klingen.
Bester Moment: Der brummende Beat in Kombination mit der G-Funk-Melodie gehen in Bein und Ohr.

 

“Chin Check” by N.W.A.

(vom Soundtrack zu “Next Friday“, 1999)
Der Reunion-Song ohne Eazy-E, aber mit Snoop Dogg. Ein umstrittenes Stück, das nicht den Impact hatte, den sich die Künstler erhofften. Unabhängig vom Glanz alter Tage trotzdem ein gutes Lied und vor allem das erste gemeinsame von N.W.A. und Ice Cube seit 1989.
Bester Moment:
Wenn das Hörspiel-Intro mit einem Pistolenschuss beendet wird und der saucoole Dre-Beat einsetzt.

 

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