Star Wars: Lichtschwertkämpfe in Frankreich ein Sport

Lichtschwerter: In Frankreich sind sie jetzt ernstzunehmende Sportgeräte

„Star Wars“-Fans freuen sich: Der französische Fechtverband hat Lichtschwertkämpfe als Sportart anerkannt.

 

Es wäre nicht die erste Revolution, die von Frankreich aus die ganze Welt verändert. Der französische Fechtverband hat die aus „Star Wars“ bekannten Lichtschwertkämpfe als offizielle Sportart anerkannt. Fans hoffen nun auf eine so schnelle Verbreitung wie beim Harry-Potter-Ballsport Quidditch.

 

 

Spielzeuge von Hasbro reichen für eine Teilnahme nicht aus. Gekämpft wird mit LED-beleuchteten Lichtschwertreplikaten aus Polycarbonat. Zu den bekanntesten Herstellern gehören Anbieter wie Elegant Weapons. Eine angemessene Schutzkleidung, die in ihrem Aussehen frei wählbar ist, gehört ebenfalls zur Ausrüstung.

 

Anders als klassisches Fechten

 

Die Regeln ähneln dem Fechten, haben aus Gründen der Spannung aber ein paar Änderungen erfahren. Zwei Kämpfer_innen treten in einem markierten Kreis gegeneinander an. Wer sein Gegenüber an Kopf oder Torso trifft, erhält fünf Punkte. Arme und Beine ergeben drei und die Hände jeweils nur einen Punkt. Gewonnen hat, wer zuerst 15 Punkte erreicht oder nach drei Minuten eine höhere Punktzahl besitzt.

 

Um für den Fechtsport typische, aber für Jedi und Siths eher albern wirkende Stoßtechniken zu vermeiden, muss die Spitze des Lichtschwerts vor jedem Angriff hinter den eigenen Körper gebracht werden. Das garantiert große Ausholbewegungen, die Lichtschwertduelle so spektakulär wie in den Filmen aussehen lassen. Über den Einsatz von Jedikräften steht nichts im Regelwerk.

 

Von den Videospielen weglocken

 

Der Einsatz von Popkultur soll den Nachwuchs von Videospielen weglocken. „Es wird immer schwieriger, junge Leute zu überzeugen, einen Sport zu betreiben, der keine Verbindung zwischen dem Sofa und dem Spiel mit den Fingern hat“, erläutert Serge Aubailly, Generalsekretär des Fechtverbands, die Idee hinter der Anerkennung von Lichtschwertkämpfen.

 

Turniere werden bereits regelmäßig organisiert. So fand diesen Monat in Metz eine Veranstaltung mit 34 Kämpfer_innen statt. Noch hält sich das Publikumsinteresse in Grenzen. Das könnte sich aber bald ändern, da die Duelle mit den leuchtenden Schwertern in abgedunkelten Hallen eindrucksvoll wirken. Harry Potter und seine Quidditch-Spieler_innen haben ernstzunehmende Konkurrenz.

 

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