Unterwortverdacht – Aufstand der Aufrechten

VÖ: 31. März 2006 // Label: 3P

UnterwortverdachtUnterwortverdacht haben nicht den schönsten Namen, jetzt aber einen Vertrag bei 3P. „Aufstand der Aufrechten“ heißt ihr Debüt.

 

Konzentrieren wir uns auf das, was vorliegt. Ein 26-minütiges Snippet, das einen Einblick in 13 Tracks bietet. Das ist nicht die beste Voraussetzung für eine Rezension, aber besser als nichts. Vom typischen Battle-Song bis zur reflektierten Lebensbetrachtung bietet die Crew breites Spektrum an Themen.

 

Im Kopf bleiben Stücke wie „Himmelgrau“, in dem die kaputten Beziehungen der vier UWVDler thematisiert werden: „Auch wenn für euch die Sonne scheint, für mich ist der Himmel grau / mir hilft jetzt nur noch so viel trinken bis es mir die Sinne raubt“. Nachvollziehbare Zeilen. Auch der Titelsong „Aufstand der Aufrechten“ beeindruckt mit Streicher-Samples, knalligen Drums und markanten Zeilen: „Damals noch ein Außenseiter, doch Rap macht aus Opfern Täter / Jetzt bin ich der Hoffnungsträger der euch jagt wie Kopfgeldjäger.“

 

Aufstand der Aufrechten“ klingt nicht wie ein hingerotzter Schnellschuss. Das Quartett hat Konzepte erdacht und umgesetzt. Keine Lückenfüller, kein B-Material, jeder Track steht für sich. Was Interessierte bereits vom Internetprojekt „Der Schein trügt“ kennen, setzen Unterwortverdacht hier konsequent fort. Handverlesene Features, die größtenteils aus dem Hause 3P stammen, runden das Debütalbum der Frankfurter ab. Wer Lust auf ein Album mit einfach gutem HipHop hat, sollte Unterwortverdacht eine Chance geben.

 

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