Review: Unterwortverdacht – Aufstand der Aufrechten

Es ist schwierig anhand eines Snippets ein Album zu rezensieren. So viele gute und vielleicht auch schlechte Parts können nicht gehört werden. Wir versuchen es mit „Aufstand der Aufrechten“ von Unterwortverdacht dennoch.

 

Konzentrieren wir uns auf das, was vorliegt. Ein 26-minütiges Snippet, das einen Einblick in 13 Tracks bietet. Vom typischen Battle-Song bis zur reflektierten Lebensbetrachtung wird ein breites Spektrum an Themen behandelt. Im Kopf bleiben Stücke wie „Himmelgrau“, in dem die zu Bruch gegangenen Beziehungen der vier UWVDler thematisiert wird: „Auch wenn für euch die Sonne scheint, für mich ist der Himmel grau / mir hilft jetzt nur noch so viel trinken bis es mir die Sinne raubt“. Nachvollziehbare Zeilen. Auch der Titelsong „Aufstand der Aufrechten“ beeindruckt mit Streicher-Samples, drückenden Drums knallen und markanten Zeilen.

 

„Aufstand der Aufrechten“ ist kein hingerotzter Schnellschuss. Hier wurden Konzepte erdacht und umgesetzt. Keine Lückenfüller, kein B-Material, jeder Track steht für sich. Was vom Internetprojekt „Der Schein trügt“ bekannt ist, wird hier konsequent fortgesetzt. Von Hand ausgelesene Features, die größtenteils aus dem Hause 3P stammen, runden das Debütalbum der Frankfurter ab. Wer Lust auf ein deutsches Rap-Album hat, auf dem handfeste Musik ohne konstruiertes Image zu finden ist, der sollte sich Unterwortverdacht anhören.

 

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