Review: Smith & Mighty – Retrospective

Die Musik von Smith & Mighty ist eine Mischung aus Dub, Reggae, Soul und Hip-Hop. Ihr könnt euch darunter nichts vorstellen? Das Duo aus Bristol gilt als Urgestein des Trip-Hops und ebnete damit Gruppen wie Massive Attack den Weg.

 

Und nun liegt deren „Best Of“-Platte „Retrospective“ vor. Alles, was die beiden DJs in den letzten 15 Jahren geschafft haben, wurde auf 57 Minuten zusammengefasst. Dabei klingen sowohl die neuen als auch die alten Tracks, als ob sie gerade erst erschienen wären. Ob es sich dabei um Raritäten wie „Come On Back“ oder kleine Hits wie „Anyone“ handelt, auf diesem Tonträger bekommen Drum’n’Bass-Fanatiker und Musikliebhaber etwas geboten.

 

Sicherlich werden Hörer, die keinen Bezug zu elektronischer Musik haben, auch nichts mit dem „Sound Of Bristol“ anfangen können. Aber das liegt dann am Genre und nicht an der Qualität der Künstler. Meisterwerke wie „Wishing On A Star“ (beim Hören werden sich viele an Jay-Z erinnern), das dank seiner melancholischen Stimmung an einen trüben, nebligen Herbstmorgen denken lässt, oder Knaller wie das inhaltsstarke „No Justice“, mit einem spektakulären Rudy Lee am Mic, lassen den Hörer zwischen den Tönen der Musik schweben.

 

In den meisten Stücken spielen aufwendig Drum-Loops und brummende Basslines eine große Rolle. Darüber wird meist ein Sänger oder eine Sängerin gesetzt, die durch pompöse Soundeffekte unterbrochen, abgelöst und eingeleitet werden. Diese Gastbeiträge stammen unter anderem von Andy Scholes, Jackie Jackson, Tammy Payne und Marylin McFarlane. Wer mit der nötigen musikalischen Toleranz herangeht, wird von den Klangwelten dieser Band gefesselt.

 

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