Review: Grobian – Grobian lebt

Der ehemalige „Creme de la Creme“-Rapper Te ist zurück: „Grobian lebt“!

 

Die Warnung, die in der Presseinfo dick und fett abgedruckt ist, darf auch den Lesern dieser Review nicht vorenthalten werden. Vorsicht: EXTREM VERRÜCKTES RAPMATERIAL!!! Grobian lebt in einer anderen Welt. Eine Welt, die wahrscheinlich (oder hoffentlich) nur in seinem Kopf stattfindet. Eine Welt, in der „Rambo der Hase“ und die Ratte Edgar durchdrehen, Bugs in Köln-Porz bekämpft werden („Rocking Monsters“) und Grobian sich als wichsenden Wikinger outet („Grobian lebt“). Bei Grobian geht alles, solange es nicht normal ist.

 

Grobian geht in seiner Psychowelt voll auf. Der Opener „Direkt aus der Klapse“ gibt die Richtung des Tonträgers vor. Denn was folgt, ist absoluter Irrsinn. Immer wieder wird das Album von Mitschnitten seiner psychiatrischen Sitzungen unterbrochen. Das Booklet legt das gesamte Ausmaß von Grobians Geisteskrankheit dar. Zitat aus dem Beobachtungsprotokoll seiner zuständigen Ärzte Dr. MuTHa und Prof. Solo: „Bislang keine Fortschritte festzustellen. Sadistisch, zwanghaft gewalttätig und realitätsfremd.“

 

Grobian kommt aus dem Dunstkreis des Äi-Tiems und kann somit auf „Mittäterschaft“ einiger illustrer Namen bauen. Rap-technisch bewegt sich das Ganze auf anständigem Niveau. Grobian flowt sich gut über die Beats, die der Verrücktheit der Texte wie aufs Leib geschneidert sind. Unterschiedliche Rap-Stile lassen keine Monotonie aufkommen. „Grobian lebt“ ist knapp 40 Minuten gutgemachte Hirnwichse. Wer auf hängengebliebenen, asozialen und vielleicht auch albernen Humor steht, findet an dieser Platte seine Freude.

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