Zeitreisen: Zukunft oder Vergangenheit?

Zeitreiseprofi: Marty McFly!

„Reisen in die Vergangenheit müssen möglich sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering“, erklärte Stephen Hawkings dem Tagesspiegel 2001 in einem Interview. Alles klar, aber wohin möchten wir denn reisen, wenn es soweit ist? Zukunft oder Vergangenheit?

 

Was Einstein mit seiner Relativitätstheorie nur theoretisch konnte, hat Hollywood schon zigmal geschafft. Die Drehbuchautoren der Traumfabrik jagen jeden zweiten Schauspieler in die Vergangenheit oder Zukunft, um sie nicht weniger als die Welt retten oder zumindest die eigene Mutter schwängern zu lassen. Ob Kirk und seine Crew ins Jahr 1986 reisen, um mit einem Gast in Walfischform zurückzukehren, Marty McFly im Jahre 1955 seine Eltern verkuppelt, damit er in der Zukunft existieren kann oder der Terminator 1991 versucht, dem T-1000 in den Hintern zu treten – das Thema ist noch älter als H.G. Wells 1895 erschienener Roman „Die Zeitmaschine“. Zeitreisen sind frei nach Mr. Spock „faszinierend“, weshalb ich jederzeit eine antreten würde, würden sich TUI oder Neckermann Reisen endlich dazu bereiterklären, entsprechende Angebote in ihr Programm aufzunehmen. Doch wohin soll die Reise gehen? In die Vergangenheit oder Zukunft?

 

hatte gute Gründe für Zeitreisen: Terminator

Eine Reise in die Zukunft ist für mich mit mehr Angst verbunden als eine Reise in die Vergangenheit. Möchte ich jetzt schon erfahren, wie die Welt in ein paar Jahren zugrunde geht? Auf die Katastrophen, die mich dort erwarten, kann ich mich nicht vorbereiten. Denn von der Zukunft weiß auch ein Astro-TV-Mitarbeiter exakt gar nichts. Sicherlich wäre es auch nicht angenehm, im Mittelalter dem größten Hexenverfolger mit einem iPhone in der Hand zu begegnen, doch vielleicht kann man sich mit den Erinnerungen an den Geschichtsunterricht ansatzweise durchschlagen. Doch allzu weit muss die Reise in die Vergangenheit nicht zurückgehen. Die letzten 30 Jahre würden mir genügen: Vielleicht 1975 ein Konzert von Led Zeppelin besuchen und den Schlaghosenträgern anschließend den Trailer von „Star Wars Episode 7“ zeigen?!

 

Denn in die Zukunft reise ich, um etwas zu erfahren. In die Vergangenheit treibt es mich, um mit meinen Zaubermaschinen anzugeben. Allein die Vorstellung, 1992 in einem stickigen Jugendkellerraum aufzutauchen, das Super Nintendo kaputtzuschlagen und stattdessen die PlayStation 4 auszupacken, ist verlockender als die Menschheit vor Donald Trump zu warnen. Wobei das große Problem wohl der nicht vorhandene HDMI-Kabelanschluss am Röhrenbildschirm sein wird. Apropos, wie wäre es, die Ideen anderer in die Vergangenheit zu bringen, um daraus Profit zu schlagen? Alle Bücher von Harry Potter mitzunehmen und diese als das eigenen Gedankenwerk zu verkaufen, ist zwar völlig daneben, aber auch lukrativ? Immer noch besser als in der Zukunft mit einer Strahlenkanone abgeknallt zu werden.

 

Aber machen wir uns nichts vor, unzählige Popkulturerzeugnisse haben gezeigt, dass Zeitreisen selten funktionieren. Warum das Risiko eingehen, irgendetwas dermaßen zu versauen, dass es schreckliche Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat? Daher sage ich entschieden: Zeitreisen? Nein danke! Was gibt es in Sachen Zeitreise noch zu beachten? Welches Jahr würde euch am meisten interessieren? Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Facebook
Instagram
Twitter
YouTube