Worum ich Xbox-One-Spieler beneide!

Immer dieser Konsolenkrieg, der von der PC Master Race belustigt betrachtet wird. Kids zerfleischen sich in Foren, werfen sich irgendwelche Zahlen und Begriffe vor die Füße und suchen ständig nach Rechtfertigungen, weshalb sie diese oder jene Konsole nutzen. Ich besitze eine PlayStation 4 und beneide die Xbox-One-Spieler dennoch.

 

Seit der ersten PlayStation bin ich ein treuer Sony-Jünger, der alles (sogar die Handheld-Konsolen) mitgenommen hat, was aus dem Land der aufgehenden Sonne zu uns herübergeschwappt ist. Ich habe mit „Tekken“ die Fressbretter meiner Mitspieler eingetreten, bin an der Seite von Crash Bandicoot auf die Jagd nach Dr. Neo Cortex gegangen und drehte eine Runde nach der anderen auf den Straßen von „Gran Turismo“. Als 2013 mit der PlayStation 4 und der Xbox One die neue Konsolengeneration eingeführt wurde, tendierte ich zwar ein weiteres Mal zum Sony-Produkt, spitzte aber auch bei den Pressekonferenzen von Microsoft die Ohren. Ich war bereit, für das perfekte Spielerlebnis nach Jahrzehnten der Treue das Pferd zu wechseln. So objektiv wie möglich wägte ich die Pros und Contras ab, betrachtete die Start-Line-Ups und ließ mich nicht von langfristig egalen Argumenten wie einem um 100 Euro günstigeren Preis beeinflussen. Am Ende schaffte es die PS4 dann doch wieder in mein Wohnzimmer, die Xbox One hat aber unbestreitbare Vorteile, um die ich ihre Besitzer beneidet habe oder bis heute noch beneide.

 

Quantum Break

Die 2016 erschienene Remedy-Entertainment-Perle sticht aus dem unübersichtlichen Einheitsbrei der Third-Person-Shooter heraus wie ein Irokesenschnittträger aus einer Gruppe von S.P.O.N.-Kolumnisten. Während des Spiels kann man die Zeit anhalten, selbst aber trotzdem normal weiteragieren, wodurch komplett neue Möglichkeiten entstehen. Die zusätzliche Mischung aus Game und Zwischensequenzen in Form einer echten TV-Serie, für die mehrere Szenen doppelt gedreht wurden, damit durchgehend auf die Entscheidungen der Spieler eingegangen werden kann, machen „Quantum Break“ zu einem ganz besonderen Höhepunkt auf der Xbox One.

 

Rise Of The Tomb Raider

Als 2013 der Reboot dieser legendären Videospielserie auf den Markt kam, fühlten sich meine Hände an, als hätte ich sie mit Sekundenkleber eingeschmiert: Ich konnte die Finger nicht vom Controller lassen. Lara Croft war jünger, verletzlicher und besser denn je, die Spielwelt war groß, grafisch beeindruckend und voller Geheimnisse, die es zu lüften galt. Einen Nachfolger – das schwor ich mir vor drei Jahren – werde ich selbstverständlich blind kaufen. Und dann wurde dieser angekündigt: Juhu! Zeitexklusiv für die Xbox One: Neeeeeiiiiinnnn! Mit einem Jahr Verspätung kam ich zum Glück auch auf meiner PS4 in den Genuss des Spiels.

 

Die integrierte Kamera

Ach wie haben wir uns alle hämisch gefreut, als es hieß, dass der Lieferumfang der PlayStation 4 keine vermeintlich unnötige Kamera beinhaltet und stattdessen mit einem ordentlichen Kampfpreis an den Start geht. Jetzt, Wochen nach der Veröffentlichung von PlayStation VR, wünsche ich mir eine Kamera her. Denn rund 400 Euro für Sonys VR-Brille sind zwar günstig, für mich kommt nun aber noch die Anschaffung einer PlayStation-Kamera hinzu. Ohne die geht in Sachen Virtual Reality nämlich gar nix.

 

Titanfall

Als den größten Multiplayer-Ego-Shooter-Ultra aller Zeiten würde ich mich zwar nicht bezeichnen, eine dreistellige Stundenzahl habe ich in meiner Videospielkarriere aber mit Sicherheit auf den Schlachtfeldern der Call of Dutys und Battlefields dieser Welt verbracht. „Titanfall“ ließ mich 2014 aufhorchen, da ich das Spielprinzip rund um die kolossalen Titanen, die gegen andere Titanen und Infanteristen antreten, sauspannend fand. So simpel es klingt, so genial ist es auch. Vergangenen Oktober wurde ich zum Glück von meinen Qualen befreit, denn mit dem Nachfolger „Titanfall 2“ zogen die Metallgiganten endlich auch auf der PlayStation 4 in den Kampf – und das inklusive einer hervorragenden Einzelspieler-Kampagne.

 

Rare Replay

Hätte es diese Spielesammlung mit 30 Titeln aus der langen Geschichte des Entwicklers Rare für die PlayStation gegeben, ich hätte sie, ohne meine Kontoauszüge zu konsultieren, eingetütet. Von „Jetpac“ aus dem Jahre 1983 bis zu „Banjo-Kazooie: Nuts & Bolts“ von 2008 beinhaltet diese Collection alles, was unter anderem bereits auf der Nintendo 64 großen Erfolg hatte.

 

Wie sieht es bei euch aus? Worum beneidet ihr die Xbox-One-Spieler? Forza Horizon? Halo? Gears of War? Oder seid ihr Xbox-Verfechter, die dennoch auf den einen oder anderen Exklusivtitel der PlayStation 4 scharf sind? Ich bin gespannt, was ihr zu schreiben habt!

 

2 Comments

  1. Ich persönlich bin ja auch ganz großer Fan von Play Anywhere. Ich kann meine Spiele (sofern sie es denn unterstützen) am PC und der Xbox One beliebig spielen. Dank Cloud habe ich immer meinen Spielstand zur Hand und kann zwischen den Systemen springen wie ich lustig bin. Außerdem geht so Multiplayer mit nur einem gekauften Spiel, über mehrere Geräte. Mein Mann kann an seinem PC Horizon 3 laufen haben und ich an meinem und trotzdem können wir dank eingerichteter Familie damit zusammen online spielen. Coole Sache. 🙂

    Aber trotzdem beneide ich im Gegenzug die PS4-Besitzer, da es da einige nette Spiele gibt. Gerade weil ich Fan japanischer Titel bin, hat die viel zu bieten. Da ist bei der Xbox One ja eher Ebbe. Unterm Strich spiele ich aber weitestgehend auf dem PC.

    Quantum Break gibt es übrigens auch für den PC, falls du einen leistungsstarken Rechner und Windows 10 hast, kannst du also da zugreifen. 😉

  2. Mitte der Neunziger habe ich mich komplett von der Spielerei am PC verabschiedet und bin komplett auf die PlayStation umgestiegen. Daher ist das leider keine gute Alternative für mich, um „Quantum Break“ zu spielen. 🙁

    Schon schade, dass es nicht die eine Plattform gibt, auf der man wirklich ALLES spielen kann. Mal sehen, was die ferne Zukunft uns noch bringen wird?! 😀

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