Star Trek: Deep Space Nine – die zehn besten Episoden

Eine Raumstation gegen das halbe Universum. „Star Trek: Deep Space Nine“ veränderte das komplette Franchise, da es alles anders machte. like it is ’93 blickt zurück und kürt die zehn besten Folgen der Science-Fiction-Saga.

 

Nach der Originalserie rund um Kirk und Spock, der darauffolgenden Zeichentrickshow in den 70ern, der nächsten Generation mit Picard und sechs pompösen Kinofilmen hatte es „Star Trek: Deep Space Nine“ – als vierter Serienableger des Franchises – nicht sonderlich leicht, den Erwartungen der als besonders kritisch geltenden Fangemeinde gerecht zu werden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und in „DS9“ war auf einmal alles anders. Denn statt eines Raumschiffes spielte die Show auf einer Raumstation mit Nähe zu einem Wurmloch. Statt wissenschaftlichen Inhalten herrschte ein militärischer Grundton. Statt Klingonen und Romulaner standen Cardassianer und Bajoraner im Fokus.

 

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Blasphemie / In The Hands Of The Prophets (Staffel 1)

Die beste Episode einer ersten Staffel, die noch nicht zu 100% an die spätere Qualität der Serie herangekommen ist. Religiöse bajoranische Fanatiker stellen sich gegen eine Schule quer, die nicht auf eine theologische, sondern auf eine wissenschaftliche Art über das an die Raumstation angrenzende Wurmloch lehrt. Ein spannender Konflikt zwischen Glaube und Forschung, der wieder einmal die Stärken von Star Trek aufzeigt.

 

Profit oder Partner / Rules Of Acquisition (Staffel 2)

Die Ferengi möchten Handelsbeziehungen mit dem Gamma-Quadranten aufnehmen, weshalb der Große Nagus Zek Quark und dessen hochqualifizierten Angestellten Pel losschickt, um mit den Dosi Kontakt aufzunehmen. Wie sich jedoch herausstellt, ist Pel eine maskierte Frau, die laut Ferengi-Recht ihren Heimatplaneten eigentlich nicht verlassen dürfte. Diese Episode hat dermaßen viele Höhepunkte und erinnerungswürdige Momente, dass es eine wahre Freude ist, sie immer wieder zu schauen: Eine vermeintlich amoralische Liebesbeziehung zwischen Quark und Pel, ein tiefer Einblick in die Ferengi-Gesellschaft, die erste Erwähnung des Dominions und mit den Dosi eine verdammt coole Spezies aus dem Gamma-Quadranten.

 

Der geheimnisvolle Garak / Improbable Cause (Staffel 3)

In diesem Zweiteiler wird ein Anschlag auf Garaks Schneiderei verübt. Odo sieht als Motiv dahinter Garaks frühere Mitgliedschaft im cardassianischen Geheimdienst. Die Ermittlungen führen die Beiden an die cardassianische Grenze, wo sie von einer cardassianisch-romulanischen Invasionsflotte, die in Richtung des Gamma-Quadranten unterwegs ist, gefangengenommen werden. Mit der Beteiligung der Romulaner spannend erzählt, schuf René Echevarria ein Drehbuch, das Garak endlich in den Fokus rückt und ihm den Platz einräumt, den diese interessante Figur verdient hat.

 

Kleine grüne Männchen / Little Green Men (Staffel 4)

Star Trek ist ja nicht unbedingt für seinen Humor bekannt, weshalb eine Episode wie „Kleine grüne Männchen“ heraussticht wie ein 60kg-Mann unter den American Gladiators. Nog, Quark und Rom werden auf ihrer Reise zur Erde zurück in das Jahr 1947 geschleudert und landen in einer Militärbasis im berühmt berüchtigten Roswell. Wer sich ein wenig mit den Ufo-Sichtungen unserer Zeit auskennt, weiß, für wen die Amerikaner die drei Ferengi halten: Für kleine grüne Männchen vom Mars, an deren damaligen Absturz in New Mexico ja tatsächlich viele Menschen glauben.

 

Das Wagnis / Starship Down (Staffel 4)

Während einer Rettungsaktion innerhalb der Atmosphäre eines roten Riesens wird die USS Defiant von den Jem’Hadar attackiert. Es kommt zu einer grandios inszenierten Folge, in der eine Stimmung wie bei U-Boot-Kriegsfilmen erzeugt wird. Darüber hinaus mimt der großartige James Cromwell (u.a. „Ein Schweinchen namens Babe“ und „L.A. Confidential“) den karemmanischen Handelsminister Hanok.

 

Hoffnung / The Quickening (Staffel 4)

Bashir, Dax und Kira landen auf einem Planeten im Gamma-Quadranten und müssen feststellen, dass die dort lebenden Teplaner vom Dominion mit einem Virus – dem sogenannten Quickening – infiziert wurden. Bashir setzt alles daran, um das Volk von dieser schrecklichen Krankheit zu befreien, muss jedoch feststellen, dass alle Bemühungen sinnlos sind. Diese Episode unterstreicht eindrucksvoll die Grausamkeit des Dominions und gibt Einblicke in Dr. Bashirs Motivation und Innenleben. Eine Figur, die von sich überzeugt etwas Gutes tun möchte, nach dem Bewusstwerden der eigenen Machtlosigkeit jedoch zusammenbricht.

 

Immer die Last mit den Tribbles / Trials And Tribble-Ations (Staffel 5)

Zum 30. Geburtstag des Star-Trek-Franchises ließen sich die Produzenten etwas ganz besonderes einfallen. Captain Sisko und seine Crew reisen 100 Jahre in die Vergangenheit, um den klingonischen Spion Arne Darvin davon abzuhalten, den legendären Captain Kirk zu töten. Das besondere an dieser Episode ist, dass Szenen aus der TOS-Folge „Kennen Sie Tribbles?“ verwendet und überarbeitet wurden. So wurden Figuren aus „Deep Space Nine“ in Ausschnitte der Originalserie integriert, um beispielsweise Sisko auf Kirk treffen zu lassen.

 

Kriegsgeschäfte / Business As Usual (Staffel 5)

“Kriegsgeschäfte” gehört wohl zu meinen absoluten Lieblingsfolgen von “Deep Space Nine”. Der vermeintlich für Umsatz über Leichen gehende Quark steigt in den Waffenhandel ein und wird sehr schnell mit seinem Gewissen konfrontiert. Eine Folge, die Quarks „menschliche“ Seite zeigt und ihn wohl endgültig als sympathischen Publikumsliebling etabliert.

 

Jenseits der Sterne / Far Beyond The Stars (Staffel 6)

Benjamin Sisko bekommt ungewöhnliche Visionen, die ihn in das New York der 1950er Jahre versetzen. Dort arbeitet er als Science-Fiction-Autor, der mit der herrschenden Rassendiskriminierung gegenüber Afroamerikanern schwer zu kämpfen hat. Als er eine Geschichte veröffentlichen möchte, die von ihm und seinem tatsächlichen Leben auf Deep Space Nine erzählt, bekommt er die geballte Ladung Rassismus der damaligen Zeit zu spüren. „Jenseits der Sterne“ war mit drei Emmy-Nominierungen zu Recht eine der erfolgreichsten Episoden der Serie.

 

Sarina / Chrysalis (Staffel 7)

Die aus vorherigen Folgen bekannte Gruppe genetisch Verbesserter besucht erneut DS9, um von Dr. Bashir ein Heilmittel für Sarinas Krankheit zu bekommen. Dieser schafft es, Sarina aus ihrer geistigen Isolation zu befreien. Schnell entwickeln beide Gefühle füreinander und verlieben sich letztendlich. Diese Folge handelt auf herzerweichende Art und Weise von der Liebe und den Schmerzen, die sie verursacht. Selten wurde in Star Trek eine Romanze und ihre Folgen so schön thematisiert.

 

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1 Comments

  1. „In fahlem Mondlicht“, die mit Abstand beste Folge der Serie und eine der besten Star-Trek-Folgen überhaupt, fehlt in der Liste.

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