Review: Faru – Fasa1

Faru kam 1984 in Russland zur Welt. Seine Jugend verbrachte er in Deutschland. Und die lief nicht wie erhofft. Davon berichtet er auf dem Album „Fasa1“.

 

„Fasa1“ erscheint über das Bremer Untergrundlabel Label „Brave Art Records“. Auf 16 Tracks plus Skits, Intro und Outro erzählt Faru aus seinem Leben. Es geht um das System, Rassismus, Toleranz, Geld, Liebe und Party. Faru kommentiert diese Themen stellenweise mit sehr guten Zeilen. So zum Beispiel auf „Money Kids“: „Ihr habt Glück gehabt im Geburtskreissaal / als der liebe Gott von oben die Seelen verteilte / jetzt habt ihr ne Fam und die Fam hat Cash“.

 

Ein weiterer Pluspunkt sind die Instrumentals. G-Funk, der alle Beats auf der Platte produziert hat, sorgt dafür, dass das Album organisch klingt. Von exotisch bis clubbig bis melancholisch ist alles dabei. Die Musik klingt eigenständig. Ebenfalls sehr unterhaltsam sind die zwei Skits der Platte. Im ersten wird eine Gerichtsverhandlung nachgestellt, bei der das deutsche Rechtssystem in Frage gestellt wird. Im zweiten Skit unterhalten sich zwei Typen, die äußerst neidisch auf Faru und seine CD sind.

 

Und nun zu den Negativpunkten: Auch wenn viele Zeilen von Faru sehr gut sind, gibt es auch einige, die überhaupt nicht gehen. Lines wie „Ey yo was geht, kennt ihr diesen Beat und diesen Style / kennt ihr diese Stimme, diesen Namen, das ist geil“ lassen an Farus Skills zweifeln. Das ist nicht einmal gutes Freestyle-Niveau. Farus Flow macht ebenfalls Probleme. In den meisten Fällen verstellt er seine Stimme, wodurch er verkrampft wirkt.

 

Faru ist noch sehr jung. Wenn er dranbleibt und an seinen Skills arbeitet, könnte es tatsächlich noch etwas werden mit ihm. Den Support von seinem kleinen (aber feinen) Label scheint er zu haben.

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