Red Dead Redemption 2 – Protokoll der ersten Spielstunden

Red Dead Redemption 2: Arthur Morgan schießt sich durch den Wilden Westen

Raubüberfälle, Schießereien und Jagdausflüge – die ersten Spielstunden haben wir geschafft. Das sind unsere bisherigen Gedanken zu „Red Dead Redemption 2“.

 

Kaum einen Titel erwartete die Videospielgemeinde dieses Jahr so sehnlichst wie „Red Dead Redemption 2“. Der Vorgänger von 2010 gilt als Klassiker. Hauptfigur John Marston als tragischer Held, auf den sich alle einigen können. Rockstar Games wollte nichts falsch machen und ließ sich für den Nachfolger entsprechend viel Zeit.

 

Nun erschien das „Grand Theft Auto“ im Wilden Westen, was nicht nur zu einem Anstieg der Krankmeldungen, sondern auch zu Fan- und Kritikerlob auf der ganzen Welt führte. Wir genossen die ersten Spielstunden ebenfalls und möchten euch nun unsere ungefilterten Gedanken dazu präsentieren.

 

    • Dass das Spiel auf zwei Blu-rays erscheint, ist eine Ansage. Dass das Spiel mindestens 105 Gigabyte Speicherplatz benötigt, für Spieler mit einer chronisch überfüllten Festplatte einfach nur nervig. Vor der Installation heißt es also: Welche Spiele müssen für „Red Dead Redemption 2“ weichen?

 

    • Mit Arthur Morgan schlüpft der Spieler in die Haut eines neuen Revolverhelden. Serienliebling John Marston wäre vielen Fans zwar lieber gewesen, doch keine Sorge, auf den Protagonisten aus dem ersten Teil trefft ihr früh genug.

 

    • „Red Dead Redemption 2“ ist zwar kein Flugsimulator, anspruchsvoll fällt die Steuerung dennoch aus. Gerade in Gefechten wird beispielsweise die Bedienung des Waffenrades fummelig. Anderseits musste Butch Cassidy auch fleißig üben, bevor er den Revolver im Schlaf abfeuern konnte.

 

    • Die Übergänge von Cut- in Spielszenen sind fließend. Dadurch kommt eine noch stärkere Immersion zustande. So muss das im Jahre 2018 aussehen.

     

    • Wer ein paar Stunden an der Seite von Dutch van Lindes Gang verbringt, hat begriffen, was ein „Outlaw“ macht: Plündern, plündern, plündern – jeden Tag und zweimal am Sonntag. Wenn das Schlachtfeld aber mit Leichen übersät ist, fängt der nervige Marathonlauf von Körper zu Körper an. Wertsachen liegenlassen, möchte ja auch niemand.

 

    • In der „GTA“-Reihe geben sich Superstar-DJs wie Statik Selektah, Funkmaster Flex oder DJ Premier die Schallplattennadeln in die Hand. Aufgrund des Wild-West-Szenarios kann „Red Dead Redemption 2“ logischerweise nicht mit dieser Fülle an Radiostationen und Popsongs mithalten. Der Soundtrack von Woody Jackson ist trotzdem perfekt. Wer sich zu nervenaufreibenden Percussions auf die Jagd begibt, weiß, was wir meinen. Bevor Rockstar Games Jackson 2010 für „Red Dead Redemption“ anheuerte, komponierte er Musik für Filme wie „Ocean’s Twelve“ und „The Edge“.

 

    • Die erste Spielstunde führt anhand eines schlauchigen Ablaufs in die Geschichte von „Red Dead Redemption 2“ ein. Wer gleich die komplette Karte erkunden möchte, wird also enttäuscht.

 

    • Cowboys tragen immer und überall Hüte. Arthur Morgan verliert seine Kopfbedeckung in Kämpfen jedoch so häufig, dass wir irgendwann auf sie verzichteten. Nach jedem Verlust muss der Hut nämlich aufs Neue aufgelesen werden. Nervig.

 

    • Steile These: Die Glücksbärchis spielen keine Spiele von Rockstar Games. Auch „Red Dead Redemption 2“ verdient sich mit Bravour das USK-18-Siegel. Kopfschüsse, Kastrationen und andere Verbrecherhobbies sind ein Thema. Der Wilde Westen war eben skrupellos.

 

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