Jahresrückblick 2018 – Filme

Wir haben Freunde, Kollegen und Musiker nach ihren Jahreshöhepunkten gefragt. Das sind die Antworten in der Kategorie Filme!

 

Kevin (Autor bei like it is ’93)

Jurassic World: Das gefallene Königreich

1993, 1997, 2001, 2015 & 2018. Diese Jahreszahlen lassen Dinofans auf der ganzen Welt eskalieren. Das Franchise um einen Zoo mit Dinosauriern ging dieses Jahr in die fünfte Runde. Ich selbst bin sehr großer Fan der „Jurassic Park/World“-Reihe und daher war ein Besuch im Kino absolut Pflicht. Als der Streifen um Owen, Claire und Blue langsam aus unseren Kinos verschwand, hatte ich ihn bereits dreimal im Kino gesehen und ein paar Monate später auch zu Hause auf Blu-ray. 2021 soll „Jurassic World 3“ in unsere Kinos kommen. Meine Vorfreude ist grenzenlos.

 

Tim Gerrits (Musiker / timgerrits.eu)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Was für ein Wahnsinnsfilm. Und dabei kann ich nicht mal genau sagen, warum. Unterhaltsam, spannend, tolle Aufnahmen. Man ist sich auch nach dem Film nicht sicher, welche der toll gespielten Rollen man gut finden, unterstützen oder hassen soll.

 

Daniel (Musiker / brothersofivory.de)

A Star Is Born

Ja, der Trailer war schon sehr cheesy. Die Tatsache, dass Lady Gaga mitspielt, hat mich auch nicht direkt dafür begeistert. Trotz dieses ersten Eindrucks war ich im Kino und wurde äußerst positiv überrascht. Ein einfühlsamer Film über die Beziehung zweier Musiker und all der Schwierigkeiten die scheinbar mit diesem Lebensentwurf verknüpft sind. Die sehr direkte Kamera, insbesondere während der Konzerte, hat für ein authentisches Erlebnis gesorgt. Fazit: Cheesy? Ja! Aber auf eine merkwürdig angenehme Art.

 

Christine (Bloggerin / totallygamergirl.com)

Black Panther

Die Wahl ist für mich leicht: Black Panther. Tolle Charaktere und tolle Schauplätze. Wakanda ist der heimliche Star des Films, der zwischen den vielen anderen Marvel-Filmen deutlich hervorsticht.

 

Sandra Andrés (Freie Journalistin / sandraandres.com)

Kler

Drei katholische Priester des polnischen Klerus (Kler) teilen die Liebe zum Alkohol und traumatische Erfahrungen in ihrer Kindheit. Doch bald finden sie sich in entgegengesetzten Positionen. Mit simplen, realistischen Bildern, die im Kontrast zu den erschütternden Tatsachen stehen, die im Laufe des Films herauskommen, erzählt Regisseur Wojciech Smarzowski die Geschichte eines Skandals und seinen langfristigen Konsequenzen. Die bittere Darstellung dieser brennt den Film langfristig ins Gedächtnis der Zuschauer.

 

Captain Comix (Comic-Blogger / captain-comix.de)

Auslöschung

Ich war 2018 kaum im Kino, entsprechend gering ist meine Auswahl an aktuellen Filmen. Wirklich interessant fand ich allerdings die Netflix-Produktion „Auslöschung“ mit Natalie Portman. Der Film war rein optisch gesehen schon ein Kunstwerk und auch die ganze Atmosphäre hatte etwas, das einer Mischung aus Philosophie und Drogentrip gleichkommt. Auf jeden Fall mal etwas anderes!

 

Benni (Autor bei like it is ’93)

Bohemian Rhapsody

Für einen Queen-Fanboy wie mich genau das Richtige. Zwischendrin habe ich ein paar Mal vergessen, dass das Rami Malek und nicht Freddie Mercury ist. Die Band bleibt weiterhin grandios.

 

Alexander (Podcaster / abspanngucker.de)

Suspiria

Es ist wieder 1977 und eine junge Amerikanerin tritt einer deutschen Tanzschule bei. Auch diesmal wird diese von bösen Hexen geleitet. Dario Argentos Original war ein fieses Technicolormärchen. Simpel aber auf den Punkt. Luca Guadagninos Remake ist dagegen alles andere als simpel: 2,5 Stunden voller Geschichtsaufarbeitung, ein Arthaushorrorfilm mit New Wave Ästhetik und feministischem Touch. Ich habe 2018 bessere und rundere Filme gesehen, aber „Suspiria“ lässt mich nicht mehr los: Die Atmosphäre ist dicht, die Melancholie ansteckend, der Horror brodelt langsam unter der Oberfläche. Im Gegensatz zu fast allen anderen Horror-Remakes der letzten Jahre haben wir endlich einen Film der was riskiert, der Kanten hat und aneckt. „Suspiria“ geht nicht ganz auf, aber ein Film der mehr anstrebt als generische Genre-Kost, kriegt Bonuspunkte.

 

Fabi Benz (DJ / facebook.com/djfabibenz)

Sicario

Wohl wissend, dass „Sicario“ bereits 2015 rauskam, habe ich den Film allerdings erst dieses Jahr gesehen. Extrem spannende und realistische Geschichte über amerikanische Agenten im Kampf gegen den Drogenschmuggel.

 

Pyrin (Rapper)

Der seidene Faden

Paul Thomas Anderson hat ein neues Monument errichtet – auch wenn es nur wenige bemerkt haben dürften, da dieses Meisterwerk so still und unscheinbar daherkommt. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt mit einer hochatmosphärischen und abgründigen Charakter- und Beziehungsstudie, die filmtechnisch in jeder Hinsicht (Drehbuch, Licht, Kamera, Kulisse, Kostüme, Schauspielkunst) vor Eleganz und Eigensinn strotzt. Daniel Day-Lewis spielt hier seine letzte Rolle und verlässt das Filmgeschäft als Legende – angeblich hat er sich den fertigen Film nicht einmal mehr angeschaut (erhabener Move, verpasst hat er trotzdem was). Über die Story will ich kein Wort verlieren; am besten weiß man vorab so wenig wie möglich. Ach, ja: Jonny Greenwood hat komponiert. Mehr gibt‘s nicht zu wollen.

 

O.G. Benny SAN (Rapper & Writer / ogbennysan.hiphop)

Avengers: Infinity War

DER BESTE FILM ALLER ZEITEN!!! Wenn ich jetzt anfange genauer darauf einzugehen, würde ich einen ganzen Roman schreiben. Let’s get ready for “Endgame”. RIP Stan „the Man“ Lee.

 

form (Producer am Mic, FICKO-Magazin / fifaform.de)

Suntan

Dieses Jahr fällt es mir nicht so leicht wie 2017, ich musste richtig suchen, welcher wohl am besten war. Und habe mich auf „Suntan“ von Argyris Papadimitropoulos geeinigt. Gut gespielt, glaubwürdig erzählt, tragisch bis herzzerreißend dumme Männlichkeit, die genau so existiert.

 

Annka (Autorin bei like it is ’93)

Wind River

Der Fährtenleser und Jäger Cory Lambert (Jemery Renner) hilft dem FBI mit seinen Fähigkeiten den Fall einer erfrorenen jungen Frau in einem Indianerreservoir aufzudecken. Der Film übt mit der Darstellung der winterlichen Wildnis und der spürbaren Hoffnungslosigkeit vieler Reservoir-Bewohner einen unheimlichen Sog aus. Nach dem Sehen bleibt gerade als Frau ein ungutes Gefühl und die Frage, was eigentlich Gerechtigkeit ist.

 

Stefan (Autor bei like it is ’93)

Call Me By Your Name

Der 17-jährige Elio verliebt sich in den Studenten Oliver und erlebt mit ihm seine ersten gleichgeschlechtlichen Liebeserfahrungen. Luca Guadagninos Liebesdrama rückt die Beziehung der Protagonisten nicht als vermeintliche Provokation in den Mittelpunkt, sondern stellt sie als das dar, was sie ist: Etwas völlig Normales. Dadurch können sich Armie Hammer und Timothée Chalamet einem Schauspiel hingeben, das herzerweichend und von vielen kleinen Details geprägt ist.

 

Heppy (Künstler / heppy-hour.de)

The Invitation

Einer der spannendsten Filme, die ich jemals gesehen habe. Emotional, unglaublich realistisch, packend.

2 Comments

  1. Oh, Infinity War hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Der war ja auch in diesem Jahr. Gefühlt liegt er so lange zurück. Aber wisst ihr was? Dann kommt ja bald der nächste Teil. 😀

    Interessante Liste. Einige Filme könnten etwas für mich sein.

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