6 Alternativen zum Musik-Album

Viele haben das Musikalbum bereits für tot erklärt. Wie sieht es mit diesen sechs Alternativformaten aus?

 

Ob Michael Jacksons “Thriller”, Dr. Dres “The Chronic”, Nirvanas “Nevermind” oder “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” von den Beatles – das Format des Albums hat Generationen von Musikhörern geprägt. Kaum ein Musikfan bricht nicht in Freude aus, wenn er nach seinen zehn Lieblingsalben gefragt wird. Denn die 40 bis 60 Minuten der favorisierten Scheiben bringen verklärte Erinnerungen an die Zeit des Entdeckens zurück. Schön, nostalgisch, herzerwärmend. Doch es gibt Alternativen zur klassischen Langspielplatte, die spannender sein können. Wir präsentieren euch sechs Musikformate, die nicht den Stellenwert eines Albums, aber definitiv eine Daseinsberechtigung haben.

 

EPs

Manchmal ist weniger mehr. Eine EP mit vier bis sechs Liedern ist nicht nur ein halbes Album, das in Banddiskografien häufig als Randnotiz erscheint, sondern oft spannender als die vermeintlich wichtigeren LPs. Es gab Zeiten, in denen Künstler jahrelang EPs veröffentlicht haben, bevor sie ihr Debütalbum herausbrachten. Gerade für kleinere Bands ist der Extended Player eine kostengünstigere Möglichkeit, um Fans regelmäßig neue Musik zu liefern. Auch das Hereinschnuppern in einen Sound macht dieses überschaubare Format leichter.
Aktuelles Beispiel: Coldplay „Kaleidoscope“

 

Split-Platten

In der Hardcore-Szene ist das Konzept der Split-Platte besonders beliebt. Zwei Bands teilen sich ein Album, eine Single oder eine EP. Die ersten fünf Songs werden von Gruppe A bereitgestellt, die letzten fünf Lieder von Gruppe B. Die Herstell- und Vertriebskosten können geteilt werden, die jeweils anderen Fans lernen neue Musik kennen und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb einer Szene wird gestärkt.
Aktuelles Beispiel: Madball/Wisdom In Chains „Family Biz/Someday“

 

Sampler

Kompilationen garantieren Abwechslung. Spotify und die dort abrufbaren Playlisten machen Sampler wie „Bravo Hits“ oder „Hit-Giganten“ zwar obsolet, doch früher waren die auf zwei CDs verteilten Chartsammlungen der Renner auf Jugendpartys. Und auch für Musikliebhaber gab beziehungsweise gibt es eine Auswahl an hochwertigen Samplern, die sich auf bestimmte Nischen-Genres oder Liebhaber-Labels spezialisieren.
Aktuelles Beispiel: „The Early Days – Post Punk, New Wave, Brit Pop & Beyond: 1980 – 2010“

 

Mixtapes

Für viele Rapper war das Mixtape der heiße Scheiß, um Straßenplatin zu ergattern. Eine klare Definition des Formats ist trotzdem nicht möglich. Für die einen ist es eine Sampler-ähnliche Zusammenstellung, die zwischen den Liedern von DJs erzeugte Übergänge hat. Für die anderen ist es ein schnell produziertes Album, auf dem nicht eigene Beats verwendet werden.
Aktuelles Beispiel: Chief Keef „The W“

 

Playlists

Fast nicht definierbar ist der Begriff der Playlist, dem zuletzt Drake mit „More Life“ größere Aufmerksamkeit schenkte. Ob mit „Playlist“ eine Ansammlung von Liedern gemeint ist, die nicht die Kohärenz eines Albums besitzt, oder ein nicht abgeschlossenes Werk wie „The Life of Pablo“ von Kanye West, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Drake selbst beschrieb das Format bei HipHop-n-More recht offen: „I’m off like mixtapes, I want to do a playlist. I want to give you a collection of songs that become the soundtrack to your life.”
Aktuelles Beispiel: Drake „More Life“

 

Soundtracks

Soundtracks gehen häufig als Sampler durch. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass sich Soundtracks an Vorlagen wie Filmen, Serien oder Videospielen orientieren. Die darauf enthaltenen Künstler lassen sich von Szenen inspirieren und wandeln ein visuelles Medium in Musik um. Aber auch Soundtracks, die nicht extra für die Vorlage komponierte Musik enthalten, haben ihren Reiz, da der Zusammensteller versucht, mit seiner Auswahl eine Stimmung abzubilden.
Aktuelles Beispiel: „Guardians of the Galaxy: Awesome Mix Vol. 2“

 

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