„My favorite hue is Jay-Z Blue”: Prominente und ihre eigenen Farben

schon auf dem Cover von „The Blueprint“ dominierten Blautöne

Eigene Schuhe, Uhren und Brillen hat jeder zweite C-Promi. Wer seinen Status wirklich manifestieren möchte, entwickelt eine eigene Farbe.

 

„My favorite hue is Jay-Z Blue“, rappte Beyoncés Ehemann 2005 auf Young Jeezys “Go Crazy”. Und das war nicht nur eine für Rapper typische Angeberzeile. 2007 hat der Farbenhersteller Pantone “Jay-Z Blue” registrieren lassen, damit General Motors den Farbton für einen von Jay-Z inspirierten GMC Denali verwenden konnte. Der ehemalige CEO von Def Jam war damit der erste Prominente, der die Entwicklung einer eigenen Farbe in Auftrag gab. Straßen- und Tiernamen scheinen von gestern zu sein. Eine eigene Farbe ist ein wirkliches Zeichen von Berühmtheit.

 

Jay-Z und das alte Motorrad

 

nun hat Prince sein eigenes Lila

Ob sich Sherry Chris, CEO von Better Homes and Gardens Real Estate, von Jay-Z inspiriert fühlte, ist nicht überliefert, aber auch sie hat sich 2016 eine eigene Farbe erstellen lassen. Die von FOX und CNBC bekannte Maklerin besitzt ein eigenes Pink, das sie nun für private Zwecke verwendet. Doch weshalb entschied sich Chris für ein Pink oder Jay-Z für ein Blau? In einem Interview mit creativemarket.com erklärte Pantones technische Direktorin Carmine Matarazzo, dass die Arbeit mit einem Objekt beginnt, dessen Farbe der Auftraggeber besonders mag: „Jay-Z brought in a piece of his old motorcycle.“

 

Das neueste Mitglied im Kreise der Farbenbesitzer ist Prince. Natürlich erhielt der 2016 verstorbene Musiker nicht irgendeine Farbe, sondern – nachdem er diese mit Alben wie „Purple Rain“ popkulturell prägte – ein Lila mit dem Namen „Love Symbol #2“. „The color purple was synonymous with who Prince was and will always be. This is an incredible way for his legacy to live on forever”, erklärte Nachlassverwaltungsberater Troy Carter gegenüber der Variety. Verhandlungen mit Unternehmen, die die Farbe zukünftig nutzen sollen, stehen bevor.

 

Mit PMS zum Barbie-Pink

 

Pantone führte 1963 ein Farbsystem namens „Pantone Matching System“ – kurz PMS – ein, das heute flächendeckend in der Grafik- und Druckindustrie verwendet wird. Es dient dazu, auch Farben abzubilden, die nicht durch den üblichen Vierfarbendruck reproduziert werden können. Die Sonderfarben, die Pantone entwickelt, werden beispielsweise für Corporate Designs genutzt. So entsteht das Barbie-Pink in der Regel nicht nur durch die Mischung der Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, sondern durch eine vorproduzierte Sonderfarbe. Farbgenauigkeit und Individualität sind dadurch garantiert.

 

Für entsprechende Aufträge hat Pantone das „Color Institute“ gegründet, das nicht nur Farben entwickelt, sondern auch bei der Auswahl der für den Zweck richtigen Farbe hilft. Darüber hinaus kürt das Institut seit 2000 die Farbe des Jahres, die 2017 „Greenery“ wurde. Die Farbe lässt sich am Computer mit der Kombination #88B04B erzeugen. Die Liste an prominenten Farbbesitzern ist kurz, doch das kann sich bald ändern. Prince‘ „Love Symbol #2“ zeigt, dass Pantone mit derartigen Ehrungen viel Aufmerksamkeit generieren kann.

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