10 Erkenntnisse aus Gucci Manes Film „The Spot“

Gucci Mane und Rocko spielen die Hauptrollen in „The Spot“

Fünf Jahre nach der ersten Ankündigung ist Gucci Manes Filmdebüt „The Spot“ erschienen. Und das Warten hat sich gelohnt, denn der Film ist genau der Unfall geworden, den selbst die optimistischsten Trap-Jünger erwartet haben. Diese 10 Erkenntnisse blieben uns nach dem Sehen im Kopf.

 

Vor einer halben Dekade kündigte Rapper Gucci Mane seinen Film „The Spot“ an. Unzählige Mixtape-Releases und ein Gefängnisaufenthalt kamen dazwischen. Nun ist das cineastische Meisterwerk doch noch auf dem YouTube-Kanal von WorldStarHipHop erschienen. An der Seite seiner Real-Life-Herzensdame Keyshia Ka’oir und seines Real-Life-Buddys Rocko spielt sich Gucci durch eine in fünf Worten zusammenfassbare Gangsta-Komödie, die zwar alles andere als oscarreif, dafür aber ein Anwärter auf das Prädikat „Kult“ ist. Leistungen, die nicht durch Schauspielunterricht, sondern den Genuss der einen oder anderen Sportzigarette befeuert wurden, treffen auf filmische Handwerkskunst von Boomtown Productions, mit der die Film-AG der Gesamtschule Kierspe mithalten könnte. „The Spot“ spielt in einer ganz eigenen Klasse. Denn dieser Film ist ein Crash-Test erster Güte. Und diese zehn Erkenntnisse blieben uns nach dem Genuss des 47-minütigen Epos im Kopf:

 

1. Es sieht zwar super aus, wenn Gucci Mane seinen Mund öffnet, doch ein wirklich verständliches Wort kommt an seinen vergoldeten Zähnen nicht vorbei. Nuscheln kann der Gute.

 

2. Blackberry > iPhone

 

3. Zum Glück haben Gucci Mane und Rocko ihre Streitigkeiten beigelegt, denn Letzterer ist der eigentliche Star von „The Spot“. Man sieht diesem charismatischen Schlitzohr einfach gerne bei seinem Versuch zu schauspielern zu.

 

4. Handwerklich ist die ganze Angelegenheit ein wahres Trauerspiel: Darsteller suchen Augenkontakt mit der Kamera, stolpern durchs Bild und versprechen sich bei einfachsten Dialogen. Entsprechende Szenen neu zudrehen, kam für die Macher nicht in Frage. Und auch der Ton ist eine Frechheit. Der Film klingt, als hätte man ihn mit einem 20 Euro teuren Mikrofon aufgenommen, das sonst für die ersten Gehversuche in der RBA genutzt wird.

 

5. Gangsta zocken „Wii Sports“.

 

6. Leider spielt „The Spot“ die Stärken seiner Protagonisten nicht aus. Statt eines überlangen Musikvideos will der Streifen tatsächlich ein Spielfilm sein.

 

7. Der komplette Film wirkt wie ein Porno ohne Sex.

 

8. Auch wenn „The Spot“ keine Glanzleistung ist, schafft er es zumindest, Gucci Mane sympathisch erscheinen zu lassen. Denn der aus Alabama stammende Rapper kann offensichtlich über sich selbst lachen.

 

9. Das Wasserzeichen von worldstarhiphop.com nervt.

 

10. „The Spot“ macht Lust auf all die mittelmäßigen HipHop-Filme, die in den 2000ern erschienen sind: „Turn It Up“ mit Ja Rule, „State Property“ mit der Roc-A-Fella-Crew oder „A Day in the Life“ mit Sticky Fingaz – scheiße sein, hat manchmal seinen Reiz.

 

 

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