Review: Sentino – Sentino’s Way

Während Deutschlands Rap-Elite „Celebrity Deathmatch“ für Arme spielt, sitzt Sentino mit einem müden Lächeln daneben. Der 21-jährige Berliner ist im Gespräch und das weiß er auch. Hier ein Ghostwriter-Gerücht, dort irgendein Name-Dropping. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um das Mixtape „Sentino’s Way – Fall und Aufstieg“ auf den Markt zu bringen.

 

Mitte April bekommt Sentino auf 5 vor 12 Records die Plattform, um Deutschland zu zeigen, was in ihm steckt: Eine unglaublich freche Schnauze, viel Talent und Spaß am Rappen. Auf den 13 Tracks seines Mixtapes wird das auch dem letzten Nörgler klar. Und jeder, der Sentino aka Sentence vorwirft, er würde Styles biten, wird nach diesem Tonträger einsehen müssen, dass es ähnliche Musik an anderer Stelle zwar gibt, dieses Maß an Style aber kaum kopiert werden kann.

 

Sentino beweist, dass er gute bis sehr gute Lines schreiben und diese auch überzeugend vortragen kann. Ob Stücke wie „Alles o. k.“, in dem er nachdenkliche Töne anstimmt, oder Brecher wie „Was für ein Wahnsinn!“, der auch den letzten tauben Hater aufwecken lässt – Sentino ist das, was man gemeinhin als Talent bezeichnen würde. Hochgepitchte Samples, bombastische Instrumentals und große Auftritte in Form von großen Sprüchen, stehen in jedem Track im Vordergrund.

 

„Sentino’s Way“ ist Musik, die für aufgedrehte Autolautsprecher gemacht wurde. Dabei muss man keine Sorge haben, dass die deutschen Texte peinlich werden könnten. Dafür klingt das Vorgetragene einfach zu cool. In diesem Sinne: Guten Morgen Deutschland. Es ist 5 vor 12 und Sentinos Zeit ist jetzt.

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