Review: Maeckes & Plan B – Dayz of the Championz

Aus dem Hause Chimperator Records kommt eine weitere Veröffentlichung, die zeigt, zu was der deutsche Rap-Nachwuchs im Stande ist. Plan B, viele werden ihn als Back-Up von Franky Kubrick kennen, und Maeckes releasen dieser Tage ihr Joint-Venture-Album „Dayz Of The Championz“.

 

Die erste Hälfte der Platte stammt von Plan B, die zweite von Mäckes. Dabei ist ein Tonträger entstanden, der eine ungleich verteilte Mischung aus lockeren und nachdenklichen Tracks bietet. Denn Plan B gestaltet seinen Teil des Tonträgers entspannter als sein Partner. Mit Partysongs wie „Weekend“ greift er zwar kaum neue Ideen auf, doch übers Feiern scheint er nun mal Bescheid zu wissen. Auch auf der Battle-Seite ist Plan B gut vertreten. Neben dem Brenner „Ein Song“, der eine eingängige Hook von Franky Kubrick hat, gibt es auch in „Macht euch aus dem Staub“ knackige Punchlines zu hören. An Freunde ruhigerer Nummern hat er ebenfalls gedacht. So heißt es in „Keine Sonne“: „Hofft nicht auf Hilfe, uns bleibt nichts anderes übrig als zu probieren!“ Plan Bs Stimme und Flow sind sehr markant. Leicht gequält und gedrückt kommt er zwar rüber, aber genau das macht seinen akustischen Charme aus.

 

Kommen wir zu Mäckes. Dieser wirkt in seinen Tracks melancholischer und düsterer als sein Kollege. Mit „Rebellier!“ ruft er dazu auf, nicht alles als gegeben hinzunehmen. Auf „Isolation“ rappt er ehrliche Zeilen über sich. Und „Die Gedanken sind freier“ beweist, dass wir uns keine Zeit zum Nachdenken nehmen. Natürlich werden auch weniger schwermütige Themen angesprochen. So gibt es den Psycho-Track „Kaputt“, den nur Eingeweihte verstehen werden, sowie das „Intro 2te Seite“ mit seinem pompösen Klang. Auch das arrogante „Pumpe“ lässt Mäckes sympathischer wirken, als er es mit dem Track vermutlich bezwecken wollte. Mäckes ist flowtechnisch nicht ganz auf Plan Bs Niveau, kann das aber mit seinen Inhalten wettmachen.

 

„Dayz Of The Championz“ ist ein geglücktes Debüt, das zeigt, dass es noch vielversprechende Newcomer gibt. Die Platte hat Beats, die es nicht überall zu hören gibt, Rapper, die nicht das sagen, was auch andere sagen und einen Charme, der in den Bann ziehen kann.

 

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