Juse Ju – Der Ego EP

VÖ: 2005 // Label: Highproductions

„Ich bin das fehlende Glied zwischen Münchens Blumentopf und Aggro Berlin“, heißt es auf „Der Ego EP“ von Juse Ju. Auch auf dem Cover wirbt er damit: Kein Backpack – kein Gangster – Ego!

 

Juse Ju unterhält auf „Der Ego EP“ für knapp 20 Minuten. Auf den sechs Tracks geht es nicht um die große Liebe, Gesellschaftskritik oder den harten Struggle, den der Protagonist tagtäglich erleidet. Der Rapper gibt sich erfrischend abgehoben und kann so den Entertainment-Faktor voll ausspielen. Der kampferprobte Freestyle-König kokettiert mit HipHop-Klischees und stellt sich dabei als sympathischen Egomanen dar.

 

Inhaltlich sorgt der Schwabe für Abwechslung. Die Platte punktet mit der Massig-Jiggs-Reunion „Major Underground“, mit dem herrlich brutalen „Amoklauf“ und dem Storyteller „Bis zum Finale“, in dem Juse Ju einen Abend als Aktiver bei einem Freestyle-Battle beschreibt. Seine Themen sind neu, anders und erfrischend.

 

Juse Ju präsentiert sich als cleverer Freidenker mit einem Hang zum Asozialen. Eine mehr als interessante Mischung. Auch wenn nicht jede Line sitzt, nicht jeder Reim das Maß der Dinge ist und bestimmt auch nicht jeder Flow von Dipset-Verbrauchern zum Nachahmen empfohlen wird, kann „Der Ego EP“ durch Kurzweiligkeit überzeugen. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Covergestaltung im Stile einer Geo-Zeitschrift.

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