Interview mit einem X: „Das Y geht überhaupt nicht klar!“

Dass das X der 24. Buchstabe unseres Alphabets ist, weiß so ziemlich jeder Mensch mit erfolgreichem Grundschulabschluss. Doch was verbirgt sich hinter dem Konsonanten, der so cool, hip und mysteriös wie kein anderes Schriftzeichen unserer Zeit ist? Ich traf mich mit einem X, um mit ihm über seine Stellung im Alphabet, sein Aussehen und sein Verhältnis zum Y zu reden. Vorhang auf für den letzten wahren Star des ABCs.

 

 

Wie ist das Leben als X?
Ach, es ist unspektakulärer als manch einer glauben mag. In deutschsprachigen Texten komme ich gerade mal mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,03% vor. Das ist ja so gut wie gar nix. Spannend wird es erst, wenn man sich an mir als eine Art Symbol vergreift. Dann stehe ich plötzlich in Film- und Serientiteln, muss für politische Statements herhalten oder werde als Platzhalter in der Algebra verwendet.

 

Wieso gerade Sie?
Ist doch ganz klar! Das X hat etwas Geheimnisvolles, von dem man nicht weiß, woher es kommt. Außerdem ist es extrem cool und kann dadurch auch als Abkürzung verwendet werden. Durch und durch ein wahnsinniger Buchstabe.

 

Zum Abschluss vielleicht noch eine etwas persönlichere Frage: Welchen ihrer Kollegen können Sie überhaupt nicht leiden?
Da muss ich gar nicht lange überlegen. Das Y geht überhaupt nicht klar. Sind wir doch mal ehrlich: Das Y braucht nun wirklich kein Mensch. Dieses Pseudo-X kommt noch seltener als ich in Texten vor und schafft es trotzdem nicht annhähernd interessant zu wirken. Ich habe noch nie etwas von einer „Akte Y“ oder einem „Malcolm Y“ gehört. Da wo ich bin, wird das Y einfach nie hingekommen.

 

2 Comments

  1. apropos melonen sorbet.
    du wolltest doch n interview für ne zeitung machen. kam das schon?

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