Love A: „Die Schweisspfütze auf der Bühne war selten größer“

17.5.2013 - Stuttgart, Juha West

Vergangenen Freitag standen die Deutschpunker von Love A in der baden-württembergischen Landeshauptstadt auf der Bühne. Sänger Jörkk Mechenbier kommentierte die Gastgeberstadt mit den Worten: „Die Hardcore-Stadt Stuttgart, die heute unter uns zu leiden hat.“ Doch von Leiden konnte nicht die Rede sein. Stuttgart gefiel, was es da im Juha West hörte.

 

Bevor die Hamburger ihre eingängigen Songs mit Hang zu nicht so eingängigen Inhalten präsentieren konnten, durften erst noch die doomigen Post-Hardcorler von ENDE/AUS und die Lokalmatadoren von Start A Fire ran. ENDE/AUS wurden dabei wohl nach den zurückgelegten Kilometern ihres permanent im Publikum anzutreffenden Sängers bezahlt. Doch die Karlsruher kamen nicht nur dank der Duracellhäschen-Leistung ihres Frontmanns gut an, die Band fetzte mit ihrem Geballer auch ordentlich das Dach vom Haus. Und spätestens bei den darauffolgenden Start A Fire fingen die Zuschauer an sich zu lösen – gar einzugrooven – bis die Bierflaschen in den Händen vom Bass vibrierten.

 

Love A – aktuelle Lieblingsband der Visions-Redaktion, Arbeitnehmer bei Rookie Records und selbsternannte rat- und rastlose Zyniker – kamen um halb elf auf die Bühne und spielten gut 70 Minuten ihres ohrenschmeichelnden Deutschpunks. Von „Irgendwie“ bis „Eigentlich“ wurden alle großen und kleinen Lieblinge ihrer im Dutzend anwesenden Ultras und der restlichen gut fünfzig vor der Bühne versammelten Bandsympathisanten gespielt. Die sangen mit, was die Stimmorgane hergaben und halfen bei „Windmühlen“ lautstark aus, nachdem das Mikrofon bei all den Schweißmassen und Schlägen ins Gras biss.

 

Überhaupt der Sänger! Jörkk Mechenbier ist eine Rampensau. Einer, der sich so cool findet, dass es gerade noch nicht wehtut. Einer, der nach dem wirklich letzten Song halt noch einen spielt. Einfach weil er Bock darauf hat und sich nicht von der Bühne trennen kann. Und das ist in keinster Weise negativ gemeint. Ganz im Gegenteil. Der Jörkk macht Spaß, steckt an und ist das, was man eine faszinierende Persönlichkeit nennen würde.

 

Die Band selbst kommentierte ihren Auftritt per Facebook-Comment: „Stuttgart war ganz schön super gestern! Danke! Wir haben noch nie so viele Mikros verschlissen und die Schweisspfütze auf der Bühne war selten größer.“ Das dürfte es wohl ziemlich genau auf den Punkt bringen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=thGxtQDVO9Y

https://www.youtube.com/watch?v=lVjRB8hEKf8

https://www.youtube.com/watch?v=o0JJ89F-GG8

https://www.youtube.com/watch?v=c_sBlwoIW9Y

https://www.youtube.com/watch?v=u3zrHXVJc58

2 Comments

  1. Ja, war wirklich super.
    Danke für den Link!

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. 2013 – Der große Jahresrückblick – like it is '93 // das Popkultur-Magazin

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