Mac Miller

Ich kann es mir nicht erlauben, über Mac Millers Gesundheit zu urteilen. Das werden übereifrige „Fans“ und Klatschmagazine in den nächsten Tagen erledigen. Mir geht es um den Künstler Mac Miller, der mich in den letzten acht Jahren begleitete. Mac Millers Musik lief bei mir in Dauerrotation – von „K.I.D.S.“ bis „Swimming“.

 

Während ich die Fachhochschulreife abschloss und auf den Beginn des Studiums wartete, rotierte „K.I.D.S.“ in der Anlage. Die bis heute anhaltende Beziehung zum besten Menschen meines Lebens begann ich zu den Klängen von „Blue Slide Park“. Zu „Watching Movies With The Sound Off“ ging ich in den alles entscheidenden Drittversuch meines Studiums. Mit „Faces“ suchte ich mir meinen ersten Job nach der Uni. „Good A.M.“ weckte mich zum Dienstantritt. Den Arbeitgeber wechselte ich zum ersten Mal mit „The Divine Feminine“. Und mit „Swimming“ kam ich im hier und jetzt an.

 

Viele Künstler begleiten mich schon sehr lange. Mac Miller kam jedoch in einer Zeit dazu, die ich als die wohl beste meines Lebens bezeichnen würde. Liebe, Familie, Job – seine Musik war mit einer Verlässlich- und Selbstverständlichkeit dabei.

 

Im Wintersemester 2013 ließ ich mich während des Lernens von der Reality-TV-Show „Mac Miller and the Most Dope Family“ ablenken. Eine spezielle Folge blieb mir bis heute im Kopf. Mac plante die Feierlichkeiten seines 21. Geburtstags in Las Vegas. Seine gutbügerlichen Eltern flehten den neureichen Sohn an, bei der Glücksspielerei nicht mehr als 200.000 Dollar auszugeben. Zur Sicherheit schickten sie den großen Bruder vorbei.

 

Dass Mac Miller am 7. September 2018 mit nur 26 Jahren an einer Drogenüberdosis verstarb, bricht mir das Herz. Zu meiner Lebzeit segneten schon viele einflussreiche Künslter das Zeitliche, doch bei keinem ging mir der Tod so nah. Mac Miller nannte seine Veröffentlichungen „I Love Life, Thank You“, „Best Day Ever“ und „Good A.M.“. Wirklich gut ging es ihm vielleicht nie. Ich könnte heulen, dass er mich mit seiner Musik nicht in den nächsten Lebensabschnitt begleiten wird…

 

Yeah, I live a life pretty similar to yours
Used to go to school, hang with friends and play sports
Every single summer taking trips to the shore
And that was all gravy but I knew I wanted more

– Mac Miller in „Kool Aid & Frozen Pizza“ von 2010

 

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