Die 8 besten Bands aus Schottland

Belle and Sebastian: Nicht die einzige hörenswerte Band aus Schottland!

Wer glaubt, Schottland hat nur Dudelsäcke zu bieten, sollte sich noch einmal mit der Musikszene des Landes auseinandersetzen. Wir stellen die acht besten Bands vor.

 

Wer an schottische Musikkultur denkt, hat Dudelsäcke und Céili-Tänze im Sinn. Doch das stolze Land im Norden der britischen Hauptinsel hat viel mehr zu bieten als Klischees. Trotz einer geringen Einwohnerzahl von rund 5,3 Millionen Menschen stammen unzählige Bands aus Schottland. Viele von ihnen genießen auf der ganzen Welt Superstarstatus. Eine kleine Auswahl gefällig? Texas, Simple Minds, Nazareth, Bay City Rollers, Travis, The Jesus and Mary Chain, Biffy Clyro, Chvrches, Franz Ferndinand – und die Liste könnte noch lange weitergehen. Zum Beispiel mit diesen acht Bands, die wir euch mit Nachdruck ans Herz legen möchten.

 

Belle and Sebastian

1968 schrieb die französische Autorin Cécile Aubry das Kinderbuch “Belle und Sebastian“. 28 Jahre später fühlten sich Stuart Murdoch und Stuart David davon inspiriert und gründete die gleichnamige Band. Fans werden Aubry auf ewig dankbar sein, denn der orchestrale Pop der Schotten geht direkt in Beine und Herz. 2015 erschien mit „Girls in Peacetime Want to Dance“ das letzte der neun Studioalben. Ein Platz 9 in den britischen Charts kann als Erfolg bezeichnet werden, knüpft jedoch nicht an die kommerziellen Triumphe an, die die Band Mitte der Neunziger bis Mitte der Zweitausender feierte.
Mit welcher Platte einsteigen? „If You’re Feeling Sinister“ von 1996

 

 

Primal Scream

Primal Scream haben seit ihrer Gründung 1982 immer wieder mit Stilen experimentiert. Was als Psychedelic-Rock-Projekt begann, verschmolz im Laufe der Jahre mit Elektro, Classic Rock, Pop und Alternative. Andere Bands hätten sich längst in den Ruhestand verzogen. Die Schotten nahmen 46 Jahre ohne Unterbrechung Alben auf und spielten Touren. Im Interview mit Noisey erklärte Gründungsmitglied und Frontmann Bobby Gillespie das Geheimnis hinter dem Durchhaltevermögen: „We’ve got a real love of music. We’ve always had a real need to express ourselves, and a real enjoyment of playing music, rock’n’roll.”
Mit welcher Platte einsteigen? “Screamadelica” von 1991

 

 

Mogwai

Im Bereich Post-Rock gehören Mogwai zu den Superstars. 1995 in Glasgow gegründet, veröffentlichte die Band neun Studioalben, von denen die beiden letzten Releases – „Rave Tapes“ und „Every Country’s Sun“ – jeweils auf Platz 2 der schottischen Charts landeten. Abgesehen von wenigen Ausnahmen verzichtet die Band auf Gesang. Stattdessen lebt die instrumentale Musik vom Kontrast aus wunderschönen Melodien und schweren Riffs. Das fällt teilweise so cineastisch aus, dass Mogwai bereits Soundtracks für Film und Fernsehen beisteuerten.
Mit welcher Platte einsteigen? „Hardcore Will Never Die, But You Will“ von 2011

 

 

The Exploited

Wer sich oberflächlich mit Punk beschäftigt, kommt an London nicht vorbei. Die englische Hauptstadt gilt mit Bands wie den Sex Pistols und The Clash als die Geburtsstätte der nonkonformistischen Jugendkultur. Doch was in den siebziger Jahren in England begann, schwappte schnell in das restliche britische Königreich über. The Exploited aus Edinburgh gründeten sich 1980 und machten von der Musik bis zur Optik nie einen Hehl daraus, was sie sind: Punks wie aus dem Bilderbuch. Bandkopf Wattie Buchan läuft auch in seinem 61. Lebensjahr noch mit knallrotem Irokesen herum.
Mit welcher Platte einsteigen? „Punks Not Dead“ von 1981

 

 

Aereogramme

Zwischen 1998 und 2007 veröffentlichten Aereogramme vier Studioalben, die die Fachpresse durchweg positiv aufnahm. Die Rockmusik des aus Glasgow stammenden Quartetts lebt von ihren Gegensätzen. Ständig schwingt das Pendel zwischen lauten und leisen Passagen. Nach der Trennung gründeten die beiden übriggebliebenen Mitglieder Craig B. und Iain Cook die Nachfolgeband The Unwinding Hours.
Mit welcher Platte einsteigen? „A Story in White“ von 2001

 

 

The Fratellis

Selbst der Autohersteller Renault hält die Rockmusik der Fratellis für so zugänglich, dass sie den Song „Chelsea Dagger“ für einen Werbeclip verwendeten. Das dazugehörige Album „Costello Music“ verkaufte sich 2006 alleine in Großbritannien über eine Million Mal. Den Fratellis nun das Label Mainstream-Pop anzuheften, wäre trotzdem nicht fair. In der Musik des Trios schwingt eine Rotzigkeit mit, die Einflüsse der Punkszene nicht leugnen. Mit „In Your Own Sweet Time“ erschien im März 2018 das fünfte Studioalbum der Glasgower.
Mit welcher Platte einsteigen? „Costello Music“ von 2006

 

 

Teenage Fanclub

In den neunziger Jahren erwarben Teenage Fanclub aus Bellshill einen Ruf, von dem die Alternative-Rockband noch heute zehrt. 1989 gegründet, wuchsen sie gemeinsam mit ihren Hörern auf. Von den Heydays zwischen 1990 und 1999, in denen sechs erfolgreiche Alben erschienen, bis in die Zweitausender, in denen die Gruppe in größeren, aber immer noch beständigen Abschnitten veröffentlichte. So sind Konzerte der Band heute nostalgische Trips, die die Zuschauer in die Zeit ihrer Sturm-und-Drang-Phasen zurückkatapultieren.
Mit welcher Platte einsteigen? „Bandwagonesque“ von 1991

 

 

We Were Promised Jetpacks

Die Band mit dem coolen Namen entstand 2003 für eine „Battle of the Bands“-Veranstaltung. Den Wettbewerb gewann das Quartett aus Edinburgh ohne Probleme. Bis zur Debütplatte sollten trotzdem noch sechs Jahre vergehen. We Were Promised Jetpacks veröffentlichten bis heute drei Alben, die sich durch einen eingängigen Indie-Rock mit Post-Punk-Einflüssen auszeichnen. Der ganz große Durchbruch gelang der Band noch nicht. Nach einer vierjährigen Albumpause könnte das dieses Jahr aber klappen. Ihre vierte Langspielplatte „The More I Sleep The Less I Dream“ erschien am 14. September.
Mit welcher Platte einsteigen? “Unravelling” von 2014

 

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